Gefahr an Waldkappels Hauptverkehrsadern

Für sicheren Schulweg: SPD-Waldkappel verteilt Warnwesten an Grundschüler

Gefahrenpunkt in Waldkappel: Häufig passiert Schwerlastverkehr den Fußgängerüberweg auf der Friemer Straße. Viele Schulkinder müssen diesen nutzen, um zur Karlheinz-Böhm-Grundschule zu gelangen.
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Gefahrenpunkt in Waldkappel: Häufig passiert Schwerlastverkehr den Fußgängerüberweg auf der Friemer Straße. Viele Schulkinder müssen diesen nutzen, um zur Karlheinz-Böhm-Grundschule zu gelangen.

Der SPD-Stadtverband Waldkappel möchte einen Beitrag dazu leisten, um den Weg zum Unterricht für Grundschulkinder in der Kernstadt sicherer zu gestalten.

Waldkappel - Deswegen wird die SPD zu diesem Thema am kommenden Samstag, 7. November, und Samstag, 14. November, jeweils von 10.30 Uhr bis 14.30 Uhr mit einem Infostand auf dem Rewe-Parkplatz Waldkappel präsent sein, teilt Stadtverband-Pressesprecher Frank Fahrenbach mit. Im Zuge dessen sollen auch kostenlose Warnwesten an die Eltern und Kinder der Waldkappeler Grundschulklassen verteilt werden.

„Ursprünglich war beabsichtigt, das Vorhaben direkt an der Karlheinz-Böhm-Grundschule in Waldkappel durchzuführen“, sagt Fahrenbach. Im Einvernehmen mit der Schulleitung sei wegen der Gefährdungssituation durch das Coronavirus nun aber davon Abstand genommen worden und stattdessen ein Ausweichort gewählt worden.

Hinweisen auf erhöhtes Gefahrenpotenzial an Fußgängerüberwegen

Deutlich wolle der SPD-Stadtverband mit der Aktion aber auch machen, dass vor allem im Bereich des Fußgängerüberweges an der Friemer Straße in der Waldkappeler Kernstadt ein erhöhtes Gefahrenpotenzial für die Grundschulkinder bestehe.

„Leider wurden immer wieder zahlreiche Versuche der Stadt in der Vergangenheit durch die zuständigen Verkehrsbehörden abgelehnt, verkehrsberuhigende Maßnahmen wie eine Ampel oder andere bauliche Vorkehrungen zu installieren“, sagt Fahrenbach. Die Begründung: Es bestehe kein Anlass auf eine Einstufung eines Gefahrenschwerpunktes, weil keine Unfallhäufigkeit festzustellen sei.

Mit der nun beginnenden dunklen Jahreszeit, in der die Kinder ihren Schulweg oftmals in der Dunkelheit zurücklegen müssten, gleichzeitig aber auch der Schwerlastverkehr aufgrund von Rübentransporten steige, habe sich der SPD-Stadtverband entschlossen, einen kleinen Beitrag zur Sicherheit auf dem Schulweg zu leisten. „Natürlich verbunden mit der Hoffnung, dass auch weiterhin nichts auf dem Schulweg passiert“, so Frank Fahrenbach.

Beschwerden über Raserei und Wildparken in Waldkappel

Erst im vergangenen Jahr beschwerten sich Waldkappeler Bürger über Raserei und Wildparken an den Hauptverkehrsadern der Kernstadt. Ein Dorn im Auge waren ihnen vor allem die Situation an der Hindenburgstraße, Friemer Straße und Leipziger Straße.

Viele Verkehrsteilnehmer würden wegen der breit angelegten Straßen schneller als 50 Kilometer pro Stunde fahren und an den Zebrastreifen an der Leipziger Straße kurz vor der Eisdiele, kurz nach der Kreuzung an der Hindenburgstraße und dem an der Friemer Straße nicht anhalten.

Kritisiert wurde damals auch das Wildparken an der Hindenburgstraße, die die Verkehrssituation verschärfe. Zwar seien Parkstreifen ausgewiesen, viele würden trotzdem einfach rechts an der Straße parken und damit die Fahrbahn gefährlich verengen und die Sicht auf den Fußgängerüberweg verschlechtern. (Maurice Morth)

HINWEIS:  Eigentlich wollte der SPD-Stadtverband Waldkappel einen Beitrag für den sicheren Schulweg von Grundschulkindern leisten. Die geplante kostenlose Austeilung von Warnwesten an den kommenden beiden Samstagen fällt wegen der steigenden Coronavirus-Fallzahlen nun ab erstmal aus, teilt Frank Fahrenbach mit. Die SPD beabsichtige – sofern möglich – die Aktion im Dezember nachzuholen. 

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