98,57 Prozent Zustimmung

Fusion beschlossen: Ab 2020 gibt es hier nur noch einen Kirchenkreis

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Zufrieden mit dem Ergebnis der Abstimmung: die Dekane Ulrike Laakmann (Witzenhausen) und Dr. Martin Arnold (Eschwege). Nur von Eschweger Seite gab es unter den 140 Synodalen zwei Gegenstimmen.

Waldkappel – Die Synoden der Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen haben in Waldkappel die Fusion der beiden Kirchenkreise beschlossen, und das beinahe einstimmig.

Große Erleichterung herrschte bei Dekan Dr. Martin Arnold und Dekanin Ulrike Laakmann. 140 Synodalen stimmten mit nur zwei Gegenstimmen dafür. So wird aus den Kirchenkreisen Eschwege und Witzenhausen am 1. Januar 2020 der Kirchenkreis Werra-Meißner.

Der Fusion gingen mehrjährige Vorbereitungen voraus, ein Prozess, der im Oktober 2016 begann und beratend durch das Ipos-Institut (Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision in der Evangelischen Kirchen von Hessen-Nassau) unterstützt wurde. Zudem konnten Gläubige bei einem Fussinskongress im September über die Funktion des neuen Kirchenkreises diskutierten.

Auf der Doppelsynode in Waldkappel stellten Pröpstin Kathrin Wienold-Hocke, Präses Ute Bachmann, Präses Ludger Arnold, Dekanin Ulrike Laakman sowie Dekan Dr. Martin Arnold die Satzung vor. Darin werden die neuen Leitungsstrukturen rechtlich geordnet. Demnach wird die Kreissynode des neuen Kirchenkreises künftig aus 100 Mitgliedern bestehen. „In der Synode werden alle Kooperationsräume des Kirchenkreises mit einer ihrer Größe entsprechenden Zahl von Laien und geistlichen Mitgliedern vertreten sein“, erklärte Dr. Martin Arnold. „Der Kirchenkreisvorstand wird für mindestens sechs Jahre paritätisch aus den ehemaligen Kirchenkreisen Eschwege und Witzenhausen gebildet. Erste Dekanin des neuen Kirchenkreises wird Ulrike Laakmann.“

Eine noch zu lösende Aufgabe besteht in der regionalen Pfarrstellenplanung. Im Kirchenkreis Werra-Meißner müssen bis zum Jahr 2026 achteinhalb Pfarrstellen aufgehoben werden. „Dies stellt uns vor fast unlösbare Probleme“, räumte Präses Ute Bachmann ein. Der Pfarrstellenplan soll auf einer Sondersynode am 24. Mai beschlossen werden. 

Der Zusammenschluss der beiden Kirchenkreise erfolgt aufgrund von Vorgaben der Landeskirche. Nach ihren Vorstellungen hat ein Kirchenkreis zwischen 25 und 40 Pfarrstellen. Die Kirchenkreise Witzenhausen und Eschwege bleiben nach Kürzungen unter den geforderten 40 Stellen. Deswegen entschieden sich die Synoden beider Kirchenkreise nach zweieinhalb Jahren für die Zusammenlegung. Weiterhin im Fokus stehen werden die Themen Jugendarbeit, Diakonie und Kirchenmusik. Auch die Partnerschaften mit Kamerun (Kirchenkreis Witzenhausen), Indien und Estland (beide Kirchenkreis Eschwege) bleiben unangetastet.

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