Gasleck: Hotel in Burghofen in der Nacht zu Freitag evakuiert

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Gas-Symbolbild

Burghofen. Das Landhotel "Zum Stern" in Burghofen musste in der Nacht zu Freitag evakuiert werden. Schuld war ein Leck am Gastank. Die Gäste schliefen im Dorfgemeinschaftshaus. Verletzt wurde niemand.

Aktualisiert um 15.25 Uhr

Das Landhotel „Zum Stern“ in Burghofen musste in der Nacht zu Freitag evakuiert werden. Schuld war ein Leck am Gastank. Die 18 Gäste schliefen im Dorfgemeinschaftshaus, weil Vergiftungsgefahr drohte. Verletzt wurde am Ende niemand. Das bestätigten Waldkappels Stadtbrandinspektor Carsten Degenhardt und Sandra Lambach, die das Hotel zusammen mit Mario Borschel betreibt, gestern auf Anfrage. 

„Der Chef und das Personal haben am späten Donnerstagabend bemerkt, dass es komisch riecht. Dann haben wir relativ schnell die Feuerwehr alarmiert, weil wir uns schon dachten, dass es Gas ist“, berichtet Lambach. Der Notruf ging laut Stadtbrandinspektor Degenhardt gegen 23 Uhr bei der Feuerwehr ein. Im Einsatz waren knapp 30 Mann aus der Kernstadt, dem Stadtteil Burghofen und der Gefahrenstoffgruppe Sontra – bis 5.30 Uhr am frühen Freitagmorgen.

„Wir haben das Hotel evakuiert und den Gasnotdienst informiert. Erst als das Leck repariert war, wurde das Gebäude wieder den Betreibern übergeben“, so Degenhardt. Ursache allen Übels war nach Angaben Sandra Lambachs der 2800 Liter umfassende Gastank, mit dem der Herd in der Küche betrieben wird. „Es ist sogar ein Laster mit 200 Kilometern Anfahrt angerückt, um gegebenenfalls den Tank leer zu saugen. Das musste glücklicherweise nicht gemacht werden, sondern der Monteur konnte das Leck so reparieren“, sagt Lambach.

Nach Bekanntwerden des Gaslecks habe das Personal des Hotels an allen Zimmertüren geklopft und die Gäste verständigt. Alle kamen dann am Notfall-Sammelpunkt auf dem naheliegenden Kirchplatz zusammen. „Anfangs haben die Gäste es uns nicht geglaubt und gedacht, wir machen einen Scherz“, erzählt Lambach. Doch als dann klar wurde, dass die Beseitigung des Schadens länger dauern würde, musste eine Lösung her. „Der Ortsvorsteher hat uns dann schnell eine Unterbringung im Dorfgemeinschaftshaus ermöglicht“, sagt Lambach dankend. Dort habe man dann Matratzen hingeschafft und übernachtet. 

„Unsere Hotelgäste waren sehr verständnisvoll und haben gelobt, wie gut organisiert wir die Ausnahmesituation gemeistert haben.“ Erst um 6.30 Uhr am Morgen konnten Personal und Gäste wieder ins Hotel. „Viele haben sich dann noch mal hingelegt nach der kurzen und aufregenden Nacht“, erinnert sich Sandra Lambach. Am Tag danach lief der normale Betrieb schon wieder, auch gekocht wurde – denn der Tank war ja repariert. 

Wie viel die Arbeit des Technikers kostet und ob die Versicherung dafür aufkommt, muss jetzt erst noch geklärt werden. „Wichtig ist, dass niemand verletzt wurde. Wir danken allen Helfern sehr. Seit 40 Jahren ist hier im Hotel nichts passiert – bis zum nächsten Mal dauert es hoffentlich 140 Jahre“, scherzt Lambach.

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