Auflösung der selbständigen Pfarrstelle - Iris Hocke mit Gottesdienst verabschiedet

Gleitender Übergang erhofft

Pfarrerin Iris Hocke muss ihre Gemeinde nach Auflösung der Pfarrstelle verlassen, Ehemann Rolf Hocke übernimmt. Foto: Weber

Harmuthsachsen. Bereits fünf selbstständige Pfarrstellen hat der evangelische Kirchenkreis Eschwege in den vergangenen Jahren einbüßen müssen. Nun ist Harmuthsachsen an der Reihe.

Nicht nur Austritte von gutverdienenden Mitgliedern machen der evangelischen Kirche generell zu schaffen, auch der demografische Wandel hält immer weniger Menschen in der Region. „Das Geld fehlt uns dadurch hinten und vorne, das muss man tatsächlich einmal so deutlich sagen“, bedauert Dekan Dr. Martin Arnold. „Es stehen uns heute weniger Mittel zur Verfügung, und das macht mich traurig.“

Pfarrerin Iris Hocke, die seit über 10 Jahren die Gemeinde in Harmuthsachsen leitete, übernimmt im Mai die Pfarrstelle in Grebendorf. Außerdem wird sie in der Klinikseelsorge in Eschwege tätig werden. „Damit haben wir genau die passende Aufgabe für Pfarrerin Iris Hocke gefunden, da sie eine besondere Begabung in der Seelsorge hat“, sagt Dekan Arnold zufrieden. Die Gemeinden in Harmuthsachsen und in Hasselbach bilden von nun an zusammen mit Waldkappel ein Kirchspiel und werden von dessen Pfarrer Rolf Hocke mitbetreut. Damit bleibt die Aufgabe gewissermaßen in der Familie Hocke. „So neu bin ich für die meisten Gemeindemitglieder ja gar nicht. Ich hoffe also, es wird ein gleitender Übergang“, sagt Rolf Hocke.

Die Gemeinde in Küchen gehört künftig zum Kirchspiel Walburg mit Pfarrer Dirk Rehbein. Iris Hocke nimmt mit Wehmut Abschied von ihrer Gemeinde. „ Nach all den Jahren hatte ich hier ein Stück Heimat gefunden“, sagt sie und erinnert sich und die Gemeinden im Abschiedgottesdienst an viel schöne gemeinsame Erlebnisse.

Dekan Dr. Martin Arnold fordert die Gläubigen dazu auf, sich aktiver als bisher in der Kirche zu engagieren und am Gemeindeleben teilzuhaben. „Wo Menschen sich in ihre Gemeinde einbringen, ist die Gemeinde lebendig“, sagt auch Pfarrer Rolf Hocke.

Von Kristin Weber

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare