Hilfe braucht langen Atem

Sparkassen-Stiftung unterstützt Nachbarschaftsprojekt in Waldkappel

Die Omnibus-Mitarbeiterinnen mit engagierten Bürgern aus Waldkappel und Witzenhausen und Mitgliedern der Sparkassen-Stiftung, die eine langfristige Unterstützung zugesagt hat. Foto: Berg

Waldkappel. Aktive Nachbarschafts- und Generationenhilfe ist eine spannende Aufgabe, der sich die Freiwilligenagentur Omnibus der Evangelischen Bildungsstätte Eschwege angenommen hat. Gudrun Lang und Kathrin Beyer unterstützen die Vereine und Netzwerke vor Ort, am Donnerstagabend trafen sich engagierte Bürger aus Waldkappel und Witzenhausen in Waldkappel zum Erfahrungsaustausch.

Ebenfalls mit von der Partie waren Landrat Stefan Reuß in seiner Funktion als Vorsitzender des Stiftungskuratoriums der Sparkassen-Stiftung und Frank Nickel, Vorsitzender der Sparkasse Werra-Meißner. Durch die finanzielle Unterstützung der Sparkassen-Stiftung kann Omnibus den vielen Nachbarschaftshilfe-Vereinen gut unter die Arme greifen.

Der Waldkappeler „Bürger für Bürger“ Verein hat sich nach viel Vorarbeit im August gegründet. „Heute haben wir schon 27 helfende Mitglieder und sind auf einem guten Weg, auch wenn man einen langen Atem benötigt“, erklärt Elke Adam, Sprecherin des Vereins. Mit vielen Aktionen und einem Bürgerbüro will der Verein auf sich aufmerksam machen und den Menschen in Waldkappel helfen, die Hilfe benötigen. Auch in Witzenhausen soll ein Nachbarschaftsverein gegründet werden, Christina Peters berichtete von den Fortschritten. „Wenn alles gut läuft wollen wir den Verein im Februar an den Start bringen“, so die Sprecherin.

Seit einigen Jahren gibt es in Witzenhausen bereits einen Tauschring, bei dem man Sachen und Dienstleistungen mit Hilfe eines Punktesystems tauschen kann, der auch von vielen jungen Leuten und Studenten genutzt wird. „In Zukunft wollen wir zusammen arbeiten und unsere Kräfte bündeln“, erklärte Susanne Rudolf, eine der Gründerinnen des Tauschrings. Auch der Seniorenrat will mit aktiver Hilfe dabei sein und Werbung für die neuen Hilfeleistungen machen.

In Waldkappel haben seit dem Start des Bürger für Bürger Vereins erst fünf Menschen die Hilfe des Vereins in Anspruch genommen. „Es melden sich sehr wenig Hilfesuchende, die Scham muss erst einmal überwunden werden, man muss zugeben, dass man Hilfe braucht, niemand möchte das“, erklärte Elke Adam. „Wir wollen alle Älter werden, aber niemand möchte es sein“, so Bürgermeister Rainer Adam. „Es geht nicht immer nur um Geld, sondern auch um Know How, aber ohne Geld und Ehrenamtliche, die sich engagieren und diesen langen Atem haben und dran bleiben, eben auch nicht“, so Frank Nickel, der eine langfristige Partnerschaft mit Omnibus noch einmal unterstrich. Landtrat Stefan Reuß machte noch mal auf die Arbeit von Omnibus am Freiwilligentag aufmerksam: „Auch hier wird mit geringen Beträgen eine große Wirkung erreicht, so wollen wir auch die Nachbarschaftshilfe-Vereine unterstützen“. (sb)

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