Hotspots für Hundekot in Waldkappel: Ärger über rücksichtslose Tierbesitzer 

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Ein Hinweis an Hundebesitzer: Vor der Metallschmiede Rehbein lag zuletzt auch vermehrt Hundekot. Deswegen wurden ein Hinweisschild aufgehängt und Beutel bereitgestellt. Einwohner Marko Steinmetz ärgert sich über die ignoranten Hundehalter.

Waldkappel. Die Hotspots für Hundekot in Waldkappel stinken Carina Rehbein und Marko Steinmetz aus Waldkappel gewaltig. An mehreren öffentlichen Plätzen und Wegen – sogar mitten in der Stadt – häufen sich die Hinterlassenschaften der Tiere.

„Das ist nicht nur extrem ärgerlich für uns Erwachsene, sondern auch eine Gefahr für Kinder, die ja zum Spielen nun mal alles in die Hand nehmen“, sagt Rehbein.

Steinmetz und sie nennen hier vor allem Gänsewiese, Tretbecken und Freibad als Gebiete, wo Hundebesitzer den Kot ihrer Haustiere nicht wegräumen. Das ziehe sich dann den ganzen Feldweg entlang der Schemmer am Ortsausgang beim Schwimmbad.

„Am Waldpark ist es dasselbe. Man geht mit seinen Kindern im Feld spazieren, damit man sie nicht dauernd im Auge haben muss – wie zum Beispiel innerorts wegen des Verkehrs. Durch den Hundekot ist das hier jetzt aber mittlerweile genauso“, erzählt Rehbein. Und selbst in der Innenstadt, vor ihrer Metallbaufirma an der Wiesengasse, habe sie zuletzt morgens vor Arbeitsbeginn zig Hundehaufen liegen sehen.

 „Das ging so weit, dass ich mit der Taschenlampe an die Arbeit gehen musste, um nicht in einen Haufen zu treten. Denn jede Ecke ist nun mal nicht ausgeleuchtet durch die Straßenlaternen“, so Rehbein. Deswegen hat sie jetzt vor ihrem Betrieb ein Schild aufgehängt mit der Inschrift: „Wir mögen Hunde, aber nicht ihre Hinterlassenschaften. Darum sei kein Schwein, pack’s Häufchen ein.“ Daneben hängen Beutel für Hundekot.

Appell an die Hundebesitzer: Die Hinterlassenschaften der Tiere sollten sogleich entsorgt werden.

Solche hat die Stadt Waldkappel schon vor längerer Zeit an mehreren Stellen installiert, wie Bürgermeister Reiner Adam berichtet – beispielsweise an der Gänsewiese und am Freibad. Daneben steht jeweils ein Mülleimer. „Trotzdem gibt es noch unverbesserliche Hundebesitzer, die den Kot ihrer Tiere einfach irgendwo rumliegen lassen“, sagt Adam. Das sei auch für die Kommune ein Ärgernis, doch in der Gesamtheit schwer in den Griff zu bekommen. „Dass das Ordnungsamt jemanden belangt, scheitert oft daran, dass die Bürger solche Fälle nicht konkret bei der Stadt anzeigen“, erklärt der Verwaltungschef. Auch er appelliert an dieser Stelle an die Vernunft der Hundebesitzer, die Hinterlassenschaften selbst zu beseitigen.

Marko Steinmetz kann dem nur beipflichten. Er wohnt direkt am Schwimmbad und findet in der Nähe seines Hauses fast täglich herrenlose Hundehaufen – oder solche in den dafür zur Verfügung gestellten Müllbeuteln, die eigentlich im Eimer liegen sollten.

„Das Problem ist, dass es viele Leute ärgert, aber nur wenige es ansprechen oder etwas unternehmen. Von den Hinweisschildern, auch mit Verweis auf die Sicherheit der Kinder, müssten noch etliche mehr aufgestellt werden, damit bei dem ein oder anderen Übeltäter der Groschen fällt“, sagt Steinmetz.

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