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Jahreshauptversammlung der Waldkappeler Wehren: Rückblick und Ehrungen

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Die Einsatzkräfte, die die Anerkennungsprämie des Landes Hessen erhielten.
Die Einsatzkräfte, die die Anerkennungsprämie des Landes Hessen erhielten. © Eden Sophie Rimbach

47 Einsätze hat die Feuerwehr Waldkappel im vergangenen Jahr geleistet, doch die Herausforderungen in den Pandemie gingen weit darüber hinaus. In ihrer Jahreshauptversammlung zog die Wehr jetzt Bilanz.

Waldkappel – „Danke für die Hilfe, die für uns alle so selbstverständlich ist“, richtet Waldkappels Bürgermeister Frank Koch seine Worte an die Mitglieder der Wehren und blickt darauf, dass all das ehrenamtlich geschieht, Einsatzkräfte ihre Gesundheit und manchmal ihr Leben riskieren und sich großen körperlichen und seelischen Belastungen aussetzen.

Sowohl er als auch Landrätin Nicole Rathgeber und Stadtbrandinspektor Carsten Degenhardt dankten im Rahmen der Jahreshauptversammlung aller Waldkappler Wehren, die am Samstagabend in Waldkappel stattfand, den insgesamt 190 Männern und 18 Frauen, die in den zwölf Einsatzabteilungen aktiv sind.

Im vergangenen Jahr hatte es 47 Einsätze gegeben, wie aus dem Bericht des Stadtbrandinspektors hervorging, wobei es sich zweimal um Fehlalarme gehandelt hatte und die Einsatzkräfte zu fünf Brandsicherheitsdiensten und 21 Brandeinsätzen ausgerückt waren.

Mehr technische Hilfe, weniger Unfälle

Die Zahl der Einsätze im Bereich der technischen Hilfe nehme dabei stark zu, während die der Verkehrsunfälle rückläufig sei. Zudem habe sich die Coronapandemie auf die Arbeit der Wehren ausgewirkt, da Standortausbildungen in weitaus geringerem Maße umgesetzt und lediglich 22 der 50 angemeldeten Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene besucht werden konnten. So hatte auch die mit Eröffnung des Autobahntunnels relevante Tunnelausbildung nicht stattgefunden und man hoffe nun, eine entsprechende Schulung im Spätsommer besuchen zu können.

„Rund 800 Euro kostet die Grundausstattung für eine Einsatzkraft“, weiß Carsten Degenhardt, ging in seinem Bericht unter anderem auf den Austausch der Feuerwehrstiefel und die in 2021 angeschafften 40 Satz Wechselkleidung ein, mit deren Hilfe Kontaminationsverschleppung vermieden werden soll.

Der neue Einsatzleitwagen 1, der das Fahrzeug aus 1997 ablöste und ebenfalls wie das Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser des Standortes Burghofen/ Friemen in 2021 übergeben wurde, war im Innenhof des Bürgerhauses zu sehen.

Degenhardt erneut zum Wehrführer gewählt

Wiedergewählt wurde Carsten Degenhardt in geheimer Wahl mit 52 Ja-, 16 Gegenstimmen und einer ungültigen Abgabe. Zudem begann für Sebastian Böttner, Waldkappel-Mitte, und Maximilian Schuchhardt, Burghofen, offiziell der Dienst als Wehrführer. Befördert werden konnten David Degenhardt und Kevin Küch zum Feuerwehrmann, Nils Harald Schmöckel zum Oberfeuerwehrmann sowie Sebastian Brill und Jan Kalusok zum Oberlöschmeister. Hauptfeuerwehrmann beziehungsweise -frau sind nun Harald Bachmann, André Lecke, Rene Müncheberg, Vanessa Schmauch und Nico Wilhelm.

Ehrungen

Zehn, 20 und 40 Jahre der aktiven Arbeit haben mehrere Einsatzkräfte geleistet und erhielten für ihre ehrenamtliche Tätigkeit die jeweilige Anerkennungsprämie in Höhe von 250, 400 und 1000 Euro des Landes Hessen.

Für zehn Jahre wurde diese an Harald Bachmann, Lea Diegel und Andre Schmidt übergeben, während Jens Brandl, Carina Eggert und Nicole Heupel seit 20 Jahren als Einsatzkräfte aktiv sind. Koch bat alle Anwesenden, sich zu erheben, als er die Anerkennungsprämie für 40 Jahre an Thomas Brill, Volker Gabel und Martin Tippach überreichen konnte und hierbei von einem ganz besonderen ehrenamtlichen Engagement sprach.

„Du hast die Entwicklung mitgemacht“, richtete Andreas Vedder, stellvertretender Kreisbrandinspektor, seine Worte an Rüdiger Grede aus der Wehr Harmuthsachsen, der das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande erhielt, wobei Vedder den Blick darauf richtete, was Grede während der vergangenen 40 Jahre als Einsatzkraft an Veränderungen mitgemacht und vor allem bei Einsätzen erlebt und gesehen hat.

Für 25 Jahre wurde Heiko Kestner aus der Wehr Hetzerode mit dem silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande geehrt. „Sie stehen immer für uns bereit“, dankte Nicole Rathgeber allen Einsatzkräften, mit denen Carsten Degenhardt in die Zukunft blickte und die Hoffnung aussprach, die Freiwillige Feuerwehr Waldkappels gemeinsam mit ihnen zum Wohle aller weiterzubringen. (Eden Sophie Rimbach)

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