Feldrundfahrt des Kreisbauernverbandes zu Landwirtschaft 4.0

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Maschinen ohne Fahrer: Die Trecker werden digital und über GPS gesteuert.

Neue Technologien in der Landwirtschaft stellte der Kreisbauernverband auf seiner traditionellen Feldrundfahrt lokalen Politikern bei Wanfried vor. 

Wanfried –Werden autonom fahrende Landmaschinen und Melkroboter die Zukunft der Landwirtschaft sein? Über solch aktuelle agrarpolitische Themen tauschten sich am Samstag Kreisbauernverband und Politiker in Wanfried bei der traditionellen Feldrundfahrt aus. Dazu eingeladen hatte der Kreisbauernverband Werra-Meißner, die Landtagsabgeordneten des Kreises und regionale politische Vertreter, darunter Lena Arnoldt (CDU), Felix Martin (Bündnis 90/ Die Grünen) Knut John (SPD), Vizelandrat Dr. Rainer Wallmann, CDU- Kreistagsmitglied Uwe Brückmann, Bernhard Gassmann von den Linken sowie Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard und Familie Scharfenberg.

Die Biogasanlage Wanfried 

Zunächst besichtigten die knapp 25 Gäste den Biogasbetrieb in Wanfried. Landwirt Ulrich Aschhoff stellte das neue Konzept mit flexibler Stromproduktion vor, erzählte von der Entstehungsgeschichte mit anfänglich kleinen Betriebsproblemen und den heute guten Betriebsergebnissen und deren Zukunftsprojekte. „Das Ziel für 2019 ist es, die Schule in Wanfried und weitere neue Wärmeabnehmer mit der Biogasanlage zu versorgen“, sagte Aschhoff.

Landtechnik 4.0

Im Anschluss an die Führung präsentierten Torsten Möller, Klaus Jopp und Uwe Roth vom Kreisbauernverband die moderne Landtechnik auf den Feldern.

Die Funktion der Pflanzenschutzspritze mit Einzeldüsenschaltung, gesteuerter Tröpfchengröße und der Vorteile für die Präzisionslandwirtschaft auf den Äckern führte das Geburtstagskind Andreas Gleim mit reinem Wasser vor. Die Maschine mit einem Gestänge von 36 Metern und Düsen im Abstand von 50 Zentimetern kann selbst bei starkem Wind das Pflanzenschutzmittel dank einer zweiten, dafür ausgelegten Düse ausbringen, zeigte Landwirt Peter Feußner.

Auch die teilflächenspezifische Ausbringung von Dünger mittels Stickstoff-Sensor wurde auf dem Feld erläutert sowie die exakte, bodennahe Ausbringung von Gülle mittels Schleppschläuchen, wie Johannes Walter zeigte.

Autonome Fahrtechnik

Der besondere Höhepunkt auf dem Acker war, dass die Politiker selbst am Steuer einer selbstständig fahrenden Landmaschine sitzen konnten und jeder von ihnen die Maschine nun problemlos über den Acker führen konnte, ohne dies jemals vorher getan zu haben.

Doch die digitale und technologische Entwicklung in Richtung Landwirtschaft 4.0 wies noch einige Probleme auf. So funktioniert das autonome Fahren nur dort, wo es auch Satellitenempfang gibt.

Bei anschließendem Kaffee und Kuchen tauschten sich Landwirte und Politiker aus. (ce)

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