Kultur für das JUZ

Land Hessen fördert ein Musikprojekt in Kirchhosbach

Übergabe des Förderbescheids: (von links) Staatsminister Axel Wintermeyer, Angelika Kurig-Helbach, Bernd Helbach, Jens Deppe, Christof Dahl und Jörg Leimbach (alle von Ortsbeirat und Vereinen) sowie Regionalbeauftragter Tobias Scherf. Foto: Künemund

Kirchhosbach. Die lebendige Kultur der Begegnung im Ort zu fördern – das hat sich der Kulturverein Kirchhosbach auf die Fahnen geschrieben.

Dabei sollen auch Jugendliche miteinbezogen werden, weswegen der örtliche Jugendraum jetzt nicht nur um neue Möbel, sondern auch um eine Musikausrüstung erweitert werden soll. Junge Menschen können dann dort gemeinsam musizieren. Dafür hat der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer, am Mittwoch 2760 Euro an Fördergeld übergeben.

Die Idee

„Das Projekt verfolgt das Anliegen, verschiedene soziale und demografische Milieus des Ortes über gemeinsames Musizieren in Kontakt zu bringen und die Nutzung des Jugendraumes um gemeinsame kreative Aktivitäten zu bereichern“, sagt Christof Dahl vom Kulturverein. Durch die vorgesehenen Maßnahmen sollen gleichermaßen das Interesse der Jugendlichen an gemeinsamer Freizeitgestaltung gefördert und darüber hinaus musikalisch aktiven Dorfbewohnern ein interessanter Raum angeboten werden.

Die Umsetzung

Auf der Agenda stehen jetzt: Entrümpelung und Renovierung des Jugendraumes, Ersatzbeschaffungen einer Sofaecke im Gebrauchtmöbelmarkt und Equipment-Anschaffungen wie Soundanlage (Verstärker, Mischpult, Mikros), Perkussion, abschließbarer Schrank und Stapelstühle. „Unser Dorf hat Erfahrungen aus zahlreichen Gemeinschaftsaktivitäten. Wir können eine große Bereitschaft erwarten, die Renovierungsarbeiten kompetent, zügig und mit Spaß bei der Sache zu übernehmen“, so Dahl.

Die Notwendigkeit

Die vorhandene Sitzgruppe aus einer Sperrmüllsammlung weise schwerwiegende ästhetische und hygienische Mängel auf. „Vom Grundsatz her gehen wir davon aus, dass jeder Musiker sein eigenes Instrument mitbringt. Wegen des großen dynamischen Spektrums der vorhandenen Begabungen – vier Akkordeons, drei Gitarren, zwei Trompeten, drei Pianos, Geige, Bratsche, Tuba sowie etliche Sänger und Blockflöten sind vertreten – benötigt das Projekt zum Ausgleich eine Soundanlage, um bestimmte akustische Gefälle (zum Beispiel zwischen Blockflöte und Tuba) auszugleichen“, erklärt Dahl. Außerdem könne die Soundanlage auch für Veranstaltungen an anderen Standorten im Dorf wie der Grillhütte oder dem Dorfgemeinschaftshaus eingesetzt werden. Eine Grundausstattung für Perkussion, zwei Cajons, wäre darüber hinaus sinnvoll. „Ein abschließbarer Schrank für das elektronische Equipment beruhigt die Nerven der verantwortlichen Erwachsenen bei Nutzung des Raumes zu Partyzwecken“, fügt Dahl an. Momentan übrigens wird der Jugendraum nur sporadisch genutzt – eben für Feiern.

Die Zielgruppen

Angesprochen werden sollen die Eltern mit bald jugendlichen Kindern in dem 170-Einwohner-Dörfchen, musikbegeisterte Menschen jedes Alters, Jugendliche und natürlich Gäste aus der Region. Kooperationspartner des Kulturvereins mit seinen 32 Mitgliedern sind Feuerwehr und Kirchengemeinde Kirchhosbach sowie die Stadt Waldkappel samt ihrer Jugendpflege.

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