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Landschaftsschäden aus A 44-Bau beheben

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Von: Stefanie Salzmann

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Durch den Autobahnbau zerstörte Wege und Verbindungen sollen wiederhergestellt und verbessert werden. Für den Bereich Waldkappel, Friemen und Rechtebach sollen dafür 1,6 Millionen Euro verbaut werden.
Durch den Autobahnbau zerstörte Wege und Verbindungen sollen wiederhergestellt und verbessert werden. Für den Bereich Waldkappel, Friemen und Rechtebach sollen dafür 1,6 Millionen Euro verbaut werden. © Salzmann

Um die Narben und Schäden, die der Bau der A 44 in der Landschaft hinterlassen hat, zu beheben und zu sanieren, steht für die betroffenen Waldkappler Ortsteile ein riesiger Katalog an Projekten auf der Agenda der nächsten Jahre.

Waldkappel - Für den Bereich um die Stadt Waldkappel sowie die Ortsteile Friemen und Rechtebach hat das für diese sogenannten Flurbereinigungsverfahren zuständige Landesamt für Bodenmanagement jetzt eine Liste von insgesamt 91 Projekten erarbeitet, die es als Ausgleich für den Autobahnbau umzusetzen gilt.

Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Wiederherstellung und Ausbau von Wirtschaftswegen und den Lückenschluss beziehungsweise Ausbau von Radwegen.

Kosten liegen bei 1,6 Millionen Euro

Die Kosten dafür liegen nach Berechnungen des Landesamtes bei insgesamt 1,6 Millionen Euro, von denen die Autobahn GmbH 1,2 Millionen übernimmt. Dies sei mit dem Unternehmen bereits ausgehandelt, sagte eine Mitarbeiterin der Behörde am Freitagabend auf der Sitzung der Stadtverordneten. Der verbleibende Eigenanteil von 360 000 Euro für die Stadt Waldkappel werde aber zu 80 Prozent gefördert, sodass zuzüglich eines Puffers von zehn Prozent nur etwa 95 000 Euro zulasten der Stadtkassen gehen werden.

Diese Mittel in den Haushalt einzustellen, entschied das Parlament am Freitag einstimmig. Bereits im Frühjahr vorigen Jahres hatte die Stadt dem Verfahren zur Flurbereinigung für die Ortsteile Hasselbach, Harmuthsachsen und Rodebach mit einem Eigenanteil von 335 000 Euro zugestimmt.

Bei dem Bereich Waldkappel, Friemen und Rodebach handelt es sich um eine Fläche von 1200 Hektar mit einem zirka 70 Kilometer langem Wegenetz. 20 Kilometer davon sind befestigt, der Rest Schotter oder Rasenwege. Diese Wege sollen entweder wiederhergestellt, zum Teil asphaltiert und verbreitert werden.

- Zu den Projekten gehört der Lückenschluss des Radweges zwischen Harmuthsachsen und Waldkappel. Hier soll ein reiner Rad- und Fußweg über das Tal entstehen, eine Brücke soll gebaut werden. Die Kosten belaufen sich auf 100 000 Euro, die komplett die Autobahn GmbH trägt.

- Zu einem asphaltierten Radweg mit einer Breite von 3,50 Meter soll der Weg zwischen dem „Gut Hegehausen“ und Rodebach ausgebaut werden, der bisher nur Schotter ist. Kosten: 86 000 Euro, die Hälfte muss die Kommune tragen.

-Die Wirtschaftswege „Sinnebach“ oberhalb der Bahntrasse sollen ausgebaut werden. Kosten 120 000 Euro, die die Autobahn GmbH trägt.

.  Das teuerste Projekt ist der Ausbau der zwei Kilometer langen Wegeverbindung zwischen Rechtebach und Waldkappel, wo der bestehende Schotterweg asphaltiert und ebenfalls auf 3,50 Meter Breite gebracht werden soll. Kosten: 250 000 Euro, auch die trägt die Autobahn GmbH. Derzeit sind die Flurbereinigungsverfahren in der Vorprüfung. Das Landesamt rechnet in diesem Jahr noch mit der Genehmigung, die Umsetzung soll 2023 und 2024 beginnen. (Stefanie Salzmann)

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