Polizei prüft Straftatbestand

Mindestens drei Waldkappeler Politiker erhalten Drohbriefe

Waldkappel. Mindestens drei Waldkappeler Kommunalpolitiker haben in der vergangenen Woche per Post einen anonymen Drohbrief erhalten. Nach einer mehr als sechsseitigen Generalabrechnung mit der Bundes- und Lokalpolitik heißt es an die Volksvertreter gerichtet: „Wir kennen euch und holen euch, wenn die Zeit reif ist.“

In dem Brief schimpft der Verfasser mit übelsten Beleidigungen auf die im Kreis untergebrachten Flüchtlinge. Zuvor zählt er reihenweise Probleme auf, die er in Waldkappel ausgemacht haben will. Andreas Heine, Fraktionsvorsitzender der GAL spricht von einem „üblen Machwerk“. Nachdem er bereits per Mail von CDU-Chef Alexander Frank über das Schreiben informiert worden war, habe er seinen Umschlag ungeöffnet bei der Polizei abgegeben, um mögliche Spuren nicht zu zerstören. Frank hätte sich gewünscht, der Verfasser hätte in seiner Unzufriedenheit das persönliche Gespräch gesucht. „Als Familienvater ist man jetzt schon leicht nervös“, sagt er, „einfach bedauerlich so etwas.“

Bei der Staatsanwaltschaft in Kassel war der Vorfall bislang laut Sprecher Götz Wied nicht eingegangen. Er wird derzeit noch bei der Polizei in Eschwege geprüft. „Wir schauen, ob von Amts wegen Anzeige erstattet wird“, sagt deren Sprecher Reiner Lingner, „der Straftatbestand der Beleidigung ist wohl erfüllt.“ (lad)

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