Drei Gründe, warum sich die Ausbildung mit dem Mobil im Feuerwehr-Kreis lohnt

Feuerwehrarbeit zum Anfassen: Mobil zur Brandschutzerziehung steht in Waldkappel

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Der Herr über das Fahrzeug: Volker Gabel aus Waldkappel ist der Brandschutzerziehungsbeauftragte im Feuerwehr-Kreis Werra-Meißner. Hier hält er einen zur Anschauung geöffneten Feuerlöscher in der Hand.   

Waldkappel. Das Brandschutzerziehungsmobil für alle Feuerwehren im Kreis steht in Waldkappel. Wir nennen drei Gründe, warum sich die Ausbildung damit lohnt.

1. Der Inhalt: „Hier ist schon eine ganze Menge drin. Damit können wir einen guten Überblick vermitteln“, sagt Volker Gabel, der Brandschutzerziehungsbeauftragte des Kreisfeuerwehrverbands. Zum Beispiel eine Brandsimulationsanlage und dementsprechendes Werkzeug zum Bekämpfen wie Spraydosen, Feuerlöscher und Schläuche. 

Auch ein Miniaturhaus ist Bestandteil, anhand dessen sich die Qualmentwicklung in einem Gebäude erklären lässt. „Zudem können wir Fettexplosionen darstellen und dabei aufzeigen, wie wichtig es ist, diese nicht mit Wasser zu löschen“, so Gabel. Denn sonst gebe es eine Stichflamme, die in die Dunstabzugshaube ziehe. „Dann steht die ganze Küche in Flammen.“ Weitere Themenschwerpunkte sind Staubexplosionen, Rauch- und Gasmelder oder Notrufe.

2. Die Interaktion: „Bei den Kindern kommt die Brandschutzerziehung mit unserem Mobil super an. Es macht ihnen großen Spaß, weil wir keinen Frontalvortrag halten, sondern sie sehr aktiv mit einbinden“, erklärt Volker Gabel. Das geschieht beispielsweise mit einem Probierkoffer, in dem verschiedene Stoffe auf ihre Brennbarkeit getestet werden können. Interessant ist das mitunter bei Hanf. Denn der ist sehr brennbar und ähnelt dem menschlichen Haar von der Zusammensetzung her. „Das ist ein nützlicher Hinweis für junge Mädchen, damit die aufpassen, wenn sie die Kerzen ihrer Geburtstagstorte auspusten.“

Eine ebenso bedeutende Erkenntnis ist, dass Batterien und Stahlwolle bei Kontakt Feuer entfachen können. „Das schmeißen viele noch in eine Mülltonne“, so Gabel. Um seine Zuhörer mit ins Boot zu holen, präpariert er darüber hinaus absichtlich eine Mehrfachsteckdose, an die sein Computer bei der Präsentation angeschlossen ist, so, dass sie anfängt zu qualmen. „Meistens fangen die Leute an zu tuscheln, aber es dauert immer, bis mich wirklich jemand drauf anspricht“, sagt er mit einem Lächeln.

3. Die Verfügbarkeit: Alle Feuerwehren im Werra-Meißner-Kreis können sich das Brandschutzerziehungsmobil in Absprache mit Volker Gabel ausleihen. „Von daher ist Waldkappel ein ganz guter Standort, denn es liegt in der Mitte zwischen beiden Kreisteilen.“ An diesem Wochenende ist es schon wieder vergeben, nämlich an die Jugendfeuerwehr Aue, die Jubiläum feiert. „Für solche Veranstaltungen wird es mit seiner Ausstattung wie den Löschübungen immer gerne genutzt. So lernen Nachwuchskräfte unsere Arbeit spielerisch“, sagt Gabel. 

25-mal sei das Fahrzeug 2017 mit Sicherheit schon vermietet worden. Wehren einzelner Kommunen geben das Wissen damit an Schulen und in den eigenen Jugendabteilungen weiter. Das Fahrzeug als solches ist übrigens ein ehemaliger Gerätewagen Atemschutz aus Eschwege, der den Anforderungen ob des Autobahnausbaus nicht mehr entspricht.

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