Mühlenbetrieb in Gefahr: Bischhäuser klagt gegen Wasserkraft-Anordnung

Bischhausen. Eduard Saakel von der gleichnamigen Firma in Bischhausen hat beim Verwaltungsgericht Klage gegen eine Anordnung des Regierungspräsidiums Kassel eingereicht

Ihm wird basierend auf einem Erlass des hessischen Umweltministeriums vorgeschrieben, dass deutlich weniger Wasser aus der Wehre in seinen Mühlgraben eingeleitet werden darf. Laut Saakel würden dadurch Mühle brach liegen, wertvolle regenerative Energie verschwendet und zudem Fische sterben.

 Denn mit seiner Mühle erzeugt Eduard Saakel Strom aus Wasserkraft für seinen eigenen Betrieb, der Mühlenerzeugnisse, Transporte, Silobetrieb, Futtermittel, Getreidehandel sowie Lagerung um fasst und speist darüber hinaus produzierte Elektrizität ins Netz ein. Wie sein Anwalt Dr. Fabio Longo erklärt, wolle das Umweltministerium alle Flüsse mit einem „radikal ökologischen Ansatz“ in den Ursprungszustand versetzen, um die Gewässer und das Fischvorkommen aufzuwerten. „Doch es wird regenerative Energie vernichtet. Zudem sind im Mühlgraben genauso viele Fische, die verenden.“ 

Laut einer Sprecherin des Umweltministeriums sei bei Unterschreiten des Mindestwasserabflusses eine Aufteilung von einem Drittel im Mühlgraben und zwei Dritteln im natürlichen Gewässer zum Überleben der Lebewesen in beiden Gewässerstrecken vorgeschrieben.

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Rubriklistenbild: © Künemund

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