Sonntag Verabschiedung

Pfarrerin Iris Hocke geht nach 35 Jahren und vielen Stationen in den Ruhestand

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Steht kurz vor ihrer Verabschiedung in den Ruhestand: Pfarrerin Iris Hocke. 35 Jahre lang war sie im Pfarrdienst.

Kurz vor ihrer Verabschiedung in den Ruhestand an diesem Sonntag in Frankershausen, sei die beste Gelegenheit für die Pfarrerin, ihr Arbeitsleben einmal revuepassieren zu lassen.

35 Jahre sind eine lange Zeit, sagt Pfarrerin Iris Hocke.

Die Anfänge

Iris Hocke wurde in Freudenstadt im Schwarzwald geboren und hat in Bethel, Tübingen und Marburg Theologie studiert. In Bethel lernte sie ihren Ehemann Rolf Hocke kennen und kam 1985 mit ihm zusammen als Pfarrerehepaar nach Waldkappel. Zuerst teilten sie sich eine Stelle. „Wir mussten uns für eine Region entscheiden und wählten das schöne Nordhessen“, sagt Iris Hocke. „Damals gab es eine Pfarrerschwemme, aber es war möglich, eine Stelle gemeinsam auszuführen, damit jeder in seinem Beruf tätig sein konnte.“

Erste eigene Stelle

Im Jahr 2000 trat Iris Hocke ihre erste eigene Stelle als Vertretung in Reichenbach an. Bis 2013 hatte sie anschließend die Pfarrstelle in Harmuthsachsen, Hasselbach und Küche inne. Als die Umstrukturierungen im Kirchenkreis Eschwege begannen, übernahm sie zuerst die Pfarrstelle in Grebendorf, dann in Datterode/Röhrda und zuletzt in Frankershausen. „Der Wechsel zwischen den Pfarrstellen hat sich so ergeben“, sagt sie. „Aber es hat etwas, wenn man sich jedes Mal wieder in eine Anfangssituation begibt. Es ist immer wieder interessant, wenn man sich auf die neue Situation einlässt. Man erlebt die Vielfalt und Abwechslung und gerät nicht in die Gefahr, in eingefahrenen Bahnen festzustecken.“ Langfristige Ziele könne man so zwar nicht verfolgen, aber sie habe gelernt, den Augenblick ernst zu nehmen. Das Prinzip, dass der Weg das eigentliche Ziel ist, gefällt Pfarrerin Iris Hocke als begeisterte Pilgerin ohnehin gut. Seit 2010 leitete sie als Mitarbeiterin am Kloster Germerode Pilgergruppen an. Zum Beispiel machte sie sich mit einer Frauenpilgergruppe auf den Weg von Lokum nach Volkenroda oder pilgerte den „Weg der starken Frauen“ von Erfurt nach Paulinzella.

Pilgerarbeit

Die Pilgerarbeit möchte sie auch nach ihrer Verabschiedung in den Ruhestand weiterführen. Eine weitere Fortbildung absolvierte sie im Bereich der geistlichen Begleitung und leitete in Waldkappel eine Exerzitien-Gruppe an. „Mit den Exerzitien folgt man einer Tradition, die auf den mittelalterlichen Theologen Ignatius von Loyola zurückgeht“, erklärt sie. „Es geht dabei um das persönlich Glaubenserleben. Angeregt durch Bibeltexte denkt man täglich – und eben nicht nur am Sonntag – darüber nach, wie man seinen Glauben im Alltag lebt.“

Verabschiedung und Zukunft

An diesem Sonntag wird Pfarrerin Iris Hocke im Rahmen des Pfingstgottesdienstes um 10 Uhr auf dem Sportplatz in Frankershausen von Dekanin Ulrike Laakmann in den Ruhestand verabschiedet. Anschließend möchte Iris Hocke mit ihrem Mann noch bis zu dessen Pensionierung in Waldkappel bleiben.

Doch langfristig denkt das Paar, das einen erwachsenen Sohn und eine erwachsene Pflegetochter hat, darüber nach, dass sie später in den Schwarzwald ziehen, wo Iris Hocke ihrer Familie nahe sein möchte.

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