Waldkappeler Kita-Leiterin geht nach 43 Jahren

Raus aus der Rappelkiste: Karla Csenar in den Ruhestand verabschiedet

Karla Csenar steht mit ihren Ballons im Garten der Rappelkiste.
+
Luftballons zum Abschied: Karla Csenar geht nach 43 Jahren in der Waldkappeler Rappelkiste in den Ruhestand.

Liebevoll, empathisch und engagiert. Das sind alles Attribute, die Karla Csenar nicht nur von ihren Mitarbeitern zugeschrieben werden.

Nach 43 Jahren geht die Leiterin der Waldkappeler Kindertagesstätte Rappelkiste Ende des Monats in den Ruhestand. Jüngst wurde sie im Beisein von Weggefährten, Mitarbeitern, Eltern, Kindern und Waldkappels Bürgermeister Frank Koch mit einer Feier in der Rappelkiste verabschiedet.

„Kollegin, Freundin, Mitarbeiterin, in dir vereinten sich alle Facetten. Für viele warst du ein tolles Beispiel für Begeisterung und Arbeitseinsatz, gepaart mit der gehörigen Portion Souveränität“, richtete Frank Koch bei der Abschiedsfeier die Worte an Karla Csenar.

Seit 1977 arbeitet die Eschwegerin in der Rappelkiste. Besonderen Spaß an der Arbeit machte ihr nach eigenem Bekunden vor allem das Zusammensein mit den Kindern, ihnen Liebe zu geben und sie zu begleiten. „Das war das Größte für mich“, sagt Csenar.

Als Leiterin des Kindergartens habe man häufiger zwischen allen Stühlen gestanden und habe versucht, es allen Parteien recht zu machen. „Die Kinder haben mir dabei immer Kraft gegeben“, sagt die Eschwegerin, die im kommenden Monat 64 Jahre alt wird. Das fehle ihr bereits jetzt.

„Mit Herzblut hast du in über vier Jahrzehnten vollen Einsatz gezeigt und deine Energie in die Arbeit gesteckt“, so Frank Koch. Nicht nur dem Kindergarten, allen voran den vielen Kindern und der Stadt Waldkappel habe das gutgetan. Sie habe die Einrichtung zu dem gemacht, was sie heute ist: „ein offener, kinderorientierter, familienergänzender und gesprächsbereiter Kindergarten“, sind sich die Mitarbeiter der Rappelkiste sicher.

„Am meisten werde ich meine Kinder vermissen, ihr Lachen, ihre Fragen, ihre Herzlichkeit, ihre Ehrlichkeit und vor allem ihre Zuneigung“, sagt Csenar.

Sie bedanke sich auch für das Vertrauen, das ihr von den Erzieherinnen und vonseiten der Eltern in den all den Jahren entgegengebracht worden sei. „Ich weiß sehr wohl, dass es Ihre größten Schätze sind, die Sie in unsere Obhut geben beziehungsweise gegeben haben“, so die 63-Jährige.

Die Kindergarten-Leiterin erwarte nun die ersehnte Zeit des Ruhestandes, in der sie eine andere Rolle übernehmen und für sich selbst zur Stelle sein könnte, sagte Bürgermeister Frank Koch bei der Verabschiedungsfeier. „Alles erdenklich Gute, Gesundheit und viel Glück für deinen weiteren Lebensweg“, wünschte der Bürgermeister im Namen aller Kolleginnen und Kollegen, der städtischen Gremien und des Magistrats zum Abschluss seiner Dankesrede.

Und worauf freut sich Karla Csenar nun in ihrem Ruhestand? „Vor allem auf die Zeit mit meinen Enkelkindern“, sagt die Eschwegerin. Sie könne nun ihre Freizeit mehr selbst bestimmen, Hobbys wie Rad- und Skifahren nachgehen.

Bei einer Sache ist sich die scheidende Leiterin der Kindertagesstätte aber ganz sicher: „In meinen Gedanken und mit meinem Herzen bin ich bestimmt noch lange in meiner Rappelkiste“, so Karla Csenar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare