Stadtradeln

Zwei Tonnen CO2 gespart: Waldkappel beteiligt sich am Projekt Stadtradeln

Besonders erfolgreich: (von links) Jens Ludwig, Theresa Ludwig, Landrat Stefan Reuß, Uhlenfänger Horst Böttner, Stadtverordneter Torsten Urbach, Malte Degenhardt, Alexandra Staufenberg (Team Hosbach-Biker), Merle Degenhardt (jüngste Teilnehmerin), Erika und Günter Gerlach (ältester Teilnehmer, beide Team Hosbach-Biker), Louis und Holger Schiller, Stadtbrandinspektor Carsten Degenhardt (Team Feuerwehr) und Dieter Sandrock.
+
Besonders erfolgreich: (von links) Jens Ludwig, Theresa Ludwig, Landrat Stefan Reuß, Uhlenfänger Horst Böttner, Stadtverordneter Torsten Urbach, Malte Degenhardt, Alexandra Staufenberg (Team Hosbach-Biker), Merle Degenhardt (jüngste Teilnehmerin), Erika und Günter Gerlach (ältester Teilnehmer, beide Team Hosbach-Biker), Louis und Holger Schiller, Stadtbrandinspektor Carsten Degenhardt (Team Feuerwehr) und Dieter Sandrock.

Auf 15 997 geradelte Kilometer in drei Wochen blicken die 98 Teilnehmer des Stadtradelns in Waldkappel zurück. Jetzt wurden die fleißigsten Radler für ihre Leistung ausgezeichnet.

Stadtradeln ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob die Teilnehmer bereits jeden Tag fahren oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs waren. Jeder Kilometer zählt – erst recht, wenn man ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hätte. Registriert werden die gefahrenen Kilometer in einer App.

Waldkappel wird 18ter

Waldkappel hat vom 18. Juli bis 7. August als einzige Kommune im Werra-Meißner-Kreis, als eine von 2090 in Deutschland und eine von 214 in Hessen an dem deutschlandweiten Projekt teilgenommen. Die Stadt am Walde hat deutschlandweit den 1197sten, in Hessen den 65sten und unter den Kommunen mit weniger als 10 000 Einwohnern den 18. Platz belegt. Im gesamten Land wurden bei der Aktion 113 039 018 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. „Das verdient einen Applaus“, sagte der Stadtverordnete Torsten Urbach bei der Siegerehrung mit Blick auf die Leistung der Teilnehmer aus Waldkappel. Eingeteilt in sieben Teams waren sie unterwegs und haben mit ihrer aktiven Teilnahme rund zwei Tonnen Kohlendioxid eingespart. „Wir haben eine Bringschuld für unsere kommenden Generationen“, erklärte er mit Blick auf den Klimawandel, den auch Landrat Stefan Reuß ansprach.

Klimawandel begegnen

Neben dem sportlichen Charakter sei noch ein tieferer Grund mit dem Stadtradeln verbunden. Mit Blick auf die jüngste Flutkatastrophe und auch Unwetter, die in den vergangenen 15 Jahren den Werra-Meißner-Kreis betrafen, sprach Landrat Reuß davon, dass viele kleine Mosaiksteine wie die durch das Stadtradeln in Waldkappel ermöglichte Einsparung von CO2 letztendlich zu etwas Großem beitragen. Anhand von Vergleichen veranschaulichte Alexandra Sennhenn, wie viel CO2 binnen der drei Wochen in Waldkappel eingespart werden konnten.

Politik beteiligen

Auf den Wettbewerb aufmerksam geworden war Alexandra Sennhenn durch einen Fernsehbeitrag. In der Stadtverordnetenversammlung wurde die Teilnahme der Kommune beschlossen. Mit dem Wettbewerb sollte gleichzeitig die Radinfrastruktur verbessert werden. Die Radelnden melden ihrer Verwaltung Schlaglöcher, plötzlich endende Radwege oder eine unübersichtliche Verkehrsführung direkt in einem digitalen Stadtplan und die Verwaltung nimmt sich der Mängel an. Insgesamt 13 von 23 Stadtverordneten nahmen zudem an dem Wettbewerb teil.

Die fleißigsten Radler

Die drei Teams mit den meisten Kilometern in der Gruppenauswertung erhielten jeweils Geldpreise. Am erfolgreichsten war der SV Hasselbach mit 20 Teilnehmern und 4633 Kilometern. Es folgte die Feuerwehr, die mit 23 Radfahrern 3282 Kilometer erreichte. Die 17 Teilnehmer der Hosbach-Biker schafften 2619 Kilometer.

Geehrt wurden die Teilnehmenden im Alter von sechs (Merle Degenhardt) bis 79 Jahren (Günter Gerlach) von Landrat Reuß und dem Uhlenfänger, der auf den Start des Stadtradelns in Waldkappel zurückblickte, bei dem er selbst anfangs sogar mit der Eule unterwegs gewesen war.

Eden Sophie Rimbach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare