Sachstandsbericht im Haupt- und Finanzausschuss

Waldkappel: Stadt prüft Alternative zu Feuerwehrgerätehaus-Neubau in Friemen

Der geplante Bau eines neuen Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr in Friemen beschäftigt die Gemüter in der Stadt Waldkappel. Zu sehen ist die Waldkappeler Wehr hier während einer Pfingstübung.
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Der geplante Bau eines neuen Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr in Friemen beschäftigt die Gemüter in der Stadt Waldkappel. Zu sehen ist die Waldkappeler Wehr hier während einer Pfingstübung.

Der Bau eines Feuerwehrgerätehauses in Friemen ist das bestimmenden politischen Thema in Waldkappel. Am Dienstag gab es im Haupt- und Finanzausschuss Neuigkeiten dazu.

Waldkappel - Die Kosten für den Neubau werden auf rund eine Million Euro geschätzt. Notwendig ist er, weil die Wehren aus Friemen und Burghofen fusionierten und ein größeres Gebäude benötigen. Kritik an den Kosten gab es zuletzt von der GAL-Fraktion.

Der Idee, dass ein Feuerwehr-Schulungsraum nicht zwingend am gleichen Standort notwendig sei, erteilte Verwaltungsmitarbeiter Matthias Wittich eine Absage. Ein Telefonat mit dem Ministerium habe eine Förderunwürdigkeit ergeben, sollte ein Schulungsraum nicht Teil des Neubaus sein.

Alternative zu einem Neubau wird von der Stadt geprüft

Einen Fördermittelbescheid werde es in diesem Jahr für das Vorhaben nicht mehr geben, etwaige Abweichungen zum beantragten Neubau seien in Absprache mit dem Ministerium aber weiter möglich. „Irgendwann muss eine Entscheidung fallen, damit der Haushalt für 2021 aufgestellt und verabschiedet werden kann“, so Wittich.

Probleme ergeben sich momentan bei der bislang geplanten Variante, denn der Alteigentümer des Grundstücks in Friemen sei verstorben und die Nacherben nicht zu erreichen.

Geprüft wird auf dem Gelände des aktuellen Feuerwehrgerätehauses in Friemen auch eine Alternative zu einem Neubau.

Denkmalschutz gestaltet Planung schwierig

Dazu habe ein Termin mit der Denkmalschutzbehörde und einem Architekten stattgefunden, berichtete Bürgermeister Frank Koch (SPD). Dabei könnten bestehende Räume im Erdgeschoss in das Konzept eingebunden werden. Das Obergeschoss falle für einen Schulungsraum aus, weil die Decke zu niedrig sei.

„Am Gebäude darf nichts verändert werden, weil es unter Denkmalschutz steht“, sagte Koch. Auch der Bau einer Halle links des Gebäudes, wo sich aktuell ein Kinderspielplatz befindet, werfe Probleme auf.

Weil sich hinter dem Bauplatz ein Gebäude befinde, welches ebenfalls denkmalgeschützt sei, dürfe die Halle nur eingeschossig sein. „Man muss laut der Denkmalschutzbehörde zumindest das Dach sehen können“, so Koch.

Neben dem Friemener Feuerwehrgerätehaus, das 1756 errichtet wurde, befinde sich noch ein Anbau, der abgetragen werden könne. Der Bürgermeister hoffe, in der kommenden Stadtverordnetenversammlung weitere Infos über die Planung des Architekten liefern zu können.

Steuerung der Waldkappeler Nachtbeleuchtung per App vom Tisch

Ende Oktober beschloss das Stadtparlament, dem Haupt- und Finanzausschuss einen Antrag der CDU-Fraktion zur weiteren Beratung vorzulegen. Geprüft werden sollte, ob die nächtliche Straßenbeleuchtung Waldkappels mittels einer Handy-App gesteuert werden könnte. Bürgern könnte damit eine individuelle Möglichkeit für den Heimweg beschert werden.

Klaus Wittich von der Stadtverwaltung erklärte den Ausschussmitgliedern plausibel, warum die Lösung für Waldkappel nicht praktikabel sei.

Teilweise würden in der Kernstadt als auch den Stadtteilen noch ältere Straßenlampen eingesetzt, mit denen ein häufiges Ein- und Ausschalten nicht möglich sei – es könnte zu Einschaltverzögerungen von bis zu 30 Minuten kommen, zusätzlich würde die Lebensdauer der Lampen gesenkt. Aufgrund fehlender LED-Technik stünden Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis.

Gleichzeitig würde eine teilweise Einführung der App-Steuerung eine Ungleichbehandlung der Bürger bedeuten. Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Waldkappeler Parlament, die Einführung der App-Steuerung abzulehnen, weil keine Einsparmöglichkeit gesehen wird.

Gleichzeitig solle die Verwaltung den Ausbau der LED-Technik im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten vorantreiben. (Maurice Morth)

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