Projekt in der Gemarkung von Hasselbach

Waldkappel: Bebauungsplan für Solaranlage an A44 steht

Vor dem Bürgerhaus in Waldkappel: Von links Torsten Urbach, Peter Wennemuth, Corinna Müller, Dietrich Müller und Frank Koch.
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Die Waldkappeler Amtsnachrücker gemeinsam mit Bürgermeister Frank Koch (rechts) und Stadtverordnetenvorsteherin Corinna Müller (Mitte): von links Torsten Urbach, Peter Wennemuth und Dietrich Müller.

Die Waldkappeler Stadtverordneten haben am Freitag einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplans „Hinter der Schafscheuer“ beschlossen. Damit könnte in der Gemarkung von Hasselbach oberhalb der A 44 eine Solaranlage entstehen.

Im Zuge einer ersten Offenlegung zur Aufstellung des Bebauungsplans hatten Hessen Mobil und die Obere Naturschutzbehörde Bedenken hinsichtlich einer Gefahr für Fledermäuse geäußert. Nachdem eine zweite vorschriftsgemäße Auslegung erfolgte, wurde der Stadtverordnetenversammlung am Freitag die Abwägung von Christoph Henke vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Witzenhausen dargelegt.

Sowohl die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil als auch die Obere Naturschutzbehörde erneuerten ihre Bedenken und sehen in dem Bauvorhaben weiter eine Gefahr der Beeinträchtigung für Fledermäuse. Hessen Mobil führt bis 2024 aufgrund des A 44-Baus ein Monitoring durch. Dieses muss im Ergebnis so aussehen, dass durch die Autobahn keine Störungen der Fledermaus-Flugrouten vorliegen.

Keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über negative Auswirkung

Auch der Jagdverein Hubertus hatte Kritik geäußert, nach der Reduzierung der Solarfläche um fast die Hälfte gab es aber keinen Einwand mehr. Man wünsche sich lediglich, dass die Fachfirma die Anlage nicht zu nahe am Waldrand errichte. Bedenken hinsichtlich eines Einschnitts in die Landschaft habe es seitens der Bürger von Hasselbach in der zweiten Offenlegung nicht mehr gegeben, so Christoph Henke.

„Wir haben uns mittlerweile drei Gutachten von Spezialisten eingeholt“, sagte Henke. Alle hätten bestätigt, dass es bislang keine wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber gebe, ob das Fledermaus-Flugverhalten durch Solaranlagen negativ beeinflusst würde. Man könne sich deswegen nichts vorwerfen, wenn man mit der Planung fortfahre, lautete seine Empfehlung an die Stadtverordneten.

Im nächsten Schritt wird der Bebauungsplan nun dem Regierungspräsidium Kassel übermittelt, das eine Genehmigung erteilen muss.

Dietrich Müller wird Erster Stadtrat

In der 26. Sitzung der aktuellen Legislaturperiode stand am Freitagabend im Waldkappeler Stadtparlament sprichwörtlich auch ein kleines Stühlerücken an. Weil Frank Koch (SPD) als bisheriger Erster Stadtrat zum Bürgermeister Waldkappels gewählt wurde, war seine Position vakant geworden.

Peter Wennemuth (SPD) rückt als Stadtrat in den Magistrat nach, er wurde von Waldkappels Stadtverordnetenvorsteherin Corinna Müller (SPD) im Amt vereidigt. Die Position des Ersten Stadtrates übernimmt kein Unbekannter: Dietrich Müller (SPD) rückt erneut in dieses Amt auf.

Durch das Abwandern von Peter Wennemuth in den Magistrat verzichtete er wiederum auf sein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung. Dieses hat fortan Torsten Urbach inne.

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