Eröffnungstermin steht nur grob fest

Fragen und Antworten zum nächsten A 44-Abschnitt: Polizei Eschwege betreut Strecke zunächst „nebenbei“

Anschlussstelle: Hier, zwischen Waldkappel und Bischhausen, kann man auf die Autobahn auf- und von ihr abfahren. Foto: Künemund

Waldkappel/HEssisch Lichtenau. Im „Frühjahr 2018“ sollen die beiden A 44-Abschnitte zwischen Hessisch Lichtenau Ost und Waldkappel für den Verkehr freigegeben werden. Einen genauen Termin gibt es noch immer nicht. Auch die polizeiliche Betreuung ist langfristig nicht geklärt.

Fragen und Antworten zur Autobahn:

? Wie ist das weitere Vorgehen bei den Abschnitten?

!Laut der zuständigen Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil werden momentan noch Irritationsschutzwände und Überflughilfen für Fledermäuse, Wildschutzzäune, Beschilderung und Markierung sowie die Schutzeinrichtungen gebaut. Daneben fielen noch kleinere Restarbeiten an. „Der Tunnel Küchen ist Ende des Monats fertig ausgestattet. Hier wird demnächst die Testphase für die technische Ausstattung anlaufen. Der Probebetrieb ohne Verkehr wird mindestens drei Monate dauern“, sagt Pressesprecher Horst Sinemus.

? Wie hoch werden die Kosten am Ende sein?

!Die betragen für den Abschnitt von der Anschlussstelle Hessisch Lichtenau Ost bis Hasselbach/Harmuthsachsen 141 Millionen und für die Strecke von dort aus bis Waldkappel 79 Millionen Euro. Macht in der Addition: 220 Millionen Euro.

? Wie sieht es mit der polizeilichen Zuständigkeit aus?

!Wie Jürgen Wolf, Pressesprecher des der Polizeidirektion Werra-Meißner übergeordneten Polizeipräsidiums Nordhessen, mitteilt, ist die Eschweger Polizei erst mal für den Bereich zwischen Hessisch Lichtenau und Waldkappel zuständig. „Wie das abläuft, wenn alle Abschnitte bis Eisenach befahrbar sind, diskutieren wir während der Bauphase. Da steht noch nichts fest“, erklärt Wolf.

?Hat denn die Polizei Eschwege genug Personal?

!Stefan Rüppel, Chef der Polizei-Gewerkschaft Nordhessen, meint: „Wir machen uns erst mal keine Sorgen, werden aber genau drauf achten, wie es in der Praxis abläuft.“ Denn gerade für Einsätze auf der Autobahn brauche man spezielle Zusatzausbildung. „Dort kommen im Vergleich mit Bundes- oder Landstraßen die meisten Polizisten zu Schaden, wenn Unfallstellen nicht richtig abgesichert sind“, sagt Rüppel. Sollte es vermehrt Probleme geben, müsse mit personeller Verstärkung nachgesteuert werden. „In Hessisch Lichtenau zum Beispiel gab es aber meines Wissens nach bislang keine Komplikationen“, erläutert Rüppel. Auch er weiß zu berichten, dass für die Gesamtstrecke bis Eisenach noch keine Lösung gefunden ist. „Möglicherweise wird dann die Autobahnpolizei Baunatal zuständig sein und mit mehr Leuten ausgestattet.“

Waldkappels Bürgermeister Reiner Adam findet es indes nicht gut, dass die Polizei Eschwege zunächst den Abschnitt betreut, wenn dies im Gegenzug keine Personalaufstockung mit sich bringt.

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