Zehn Jahre Lokales Bündnis für Familie in Waldkappel: „Eine Erfolgsgeschichte“

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Gesangstalente: Auch der 20-köpfige Chor der neuapostolischen Kirche unter der Leitung von Jutta Möller-Gerlach gab zu Ehren des Lokalen Bündnisses ein kleines Konzert in der Kirche.

Waldkappel. Vor zehn Jahren gründete sich das Lokale Bündnis für Familie in Waldkappel - das wurde am Wochenende groß gefeiert.

„Ganz viele Menschen laufen durch das Leben und schauen nicht nach links oder rechts. Weil wir das anders sehen, sind wir heute hier“, sagte der evangelische Pfarrer Rolf Hocke zu Beginn des ökumenischen Gottesdienstes in der Stadtkirche, der die Festlichkeit anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Lokalen Bündnisses für Familie in Waldkappel am Sonntag einläutete. An die Anfänge des Bündnisses im Januar 2008 kann sich Hocke noch besonders gut erinnern: „Es gab viele Ideen und voll geschriebene Zettel.“ 

Der Stein wurde ins Rollen gebracht, schnell wurden einige Inhalte in die Tat umgesetzt und bereichern bis heute das Leben in der Uhlenfängerstadt. Dabei lag der Fokus vor allem auf der Jugend und der Familie: Die Stelle der Jugendpflegerin wurde geschaffen, ein Förderverein für das Schwimmbad ins Leben gerufen, die Ganztagsbetreuung an der Karlheinz-Böhm-Schule eingeführt und Ferienspiele in den Sommerferien für Kinder etabliert. Das Erzählcafé lässt zudem Senioren zusammenkommen. Erfolgreiche Aktivitäten waren auch die Seifenkistenrennen in Schemmern, die Gemarkungswanderung, der Stadtpokallauf, das Lichterfest, die Waldweihnacht mit dem Werratalverein und der Bau des Mühlbachstälchens.

Der Uhlenfänger feierte mit: Wie kein anderer verkörpert er die Stadt Waldkappel.

Nachdem der 20-köpfige Chor der neuapostolischen Kirche unter der Leitung von Jutta Möller-Gerlach die Lieder „Lasst unser Loblied steigen“, „Mein Gott und Vater“ und „Gott mit mir auf allen Wegen“ gesungen hatten und der Pfarrer den Gottesdienst beendete, kamen die Gäste und das Bündnis zu Wort. Alexander Frank (Arbeitskreis Bildung und Betreuung) und Peter Wennemuth (Arbeitskreis Familienfreundliches Lebensumfeld) nutzten die Gelegenheit und bedankten sich für den unermüdlichen Einsatz ihrer Mitglieder: „Jeder ist mit seinen Ideen bei uns herzlich willkommen.“

„Es ist eine Erfolgsgeschichte in allen Bereichen“, bilanzierte Bürgermeister Reiner Adam, der gleichzeitig auch Schirmherr des Lokalen Bündnisses für Familie ist und das Engagement von vielen Ehrenamtlichen in den höchsten Tönen lobte. Einen kritischen Unterton erlaubte sich Adam dann aber doch: „Ich würde mir mehr aktive Beteiligung von den Mitgliedern der Stadtverordnung wünschen.“

Landrat Stefan Reuß honorierte das große Engagement in der Stadt mit 15 Stadtteilen, die eins von fünf Bündnissen im Werra-Meißner-Kreis ist. Dabei strich Reuß vor allem die große und nie abebbende Motivation der Mitglieder heraus: „Ihr seid bereit und gebt Zeit für andere, obwohl ihr schon jetzt wisst, dass der Blumenstrauß nicht größer wird.“ Für die Zukunft ist ihm nicht bange, weil die Waldkappler „den Mut haben, neue Dinge anzupacken“.

Im Anschluss wurde auf dem Kirchplatz gefeiert. Eine Hüpfburg, ein Minikettenkarussell und Spielgeräte begeistern die Jüngsten. Musik machten die Original Lindenmusikanten aus Reichensachsen. Das Lokale Bündnis präsentierte seine Geschichte auf Stellwänden und erläuterte interessierten Gästen das Schachspiel mit überdimensionalen Schachfiguren auf dem Kirchplatz. Zuvor haben schon einige „Schachzüge“ voll ins Schwarze getroffen.

Von Marvin Heinz

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