Eine Gefahr für Kinder und Eltern

Waldkappeler beklagen Raserei und Wildparken an Hauptstraßen der Stadt

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Keine Seltenheit: Momentan fahren verstärkt Lkw durch Waldkappel, weil sie die Sperrung der im Rückbau befindlichen B 7 umgehen.

Waldkappel – Raserei und Wildparken an den Hauptverkehrsadern der Kernstadt ist vielen Waldkappeler Bürgern ein Dorn im Auge. Betroffen sind demnach vor allen Hindenburgstraße, Friemer Straße und Leipziger Straße.

Nicht mal vor Zebrastreifen wird dort halt gemacht. Eine Gefahr stellt das vor allem für die Kinder auf dem Schulweg dar.

Darüber ärgert sich unter anderem Carina Rehbein. „Meine Kinder sind noch in der Kita, aber für alle Schüler ist das wirklich lebensgefährlich“, sagt sie. Viele Autofahrer würden erstens wegen der breit angelegten Straßen schneller als 50 Kilometer pro Stunde fahren und zweitens an den Zebrastreifen an der Leipziger Straße vor der Eisdiele, kurz nach der Kreuzung an der Hindenburgstraße und dem dritten an der Friemer Straße nicht anhalten. „Dabei müssen dort sogar Kinder zur Schule entlang – je nach Wohnort in Waldkappel. Mir wäre da als Mutter Angst und Bange“, sagt Carina Rehbein. Gerade wenn man flott um die Kurve von der Leipziger Straße zur Hindenburgstraße fahre, könne man kaum noch bremsen, weil sofort der Zebrastreifen folge.

Carina Rehbein

„Jeder hat in der Fahrschule gelernt, dass an Zebrastreifen anzuhalten ist. Aber hier in Waldkappel haben sie scheinbar leider keinerlei Bedeutung – genau wie das Tempolimit“, erzählt sie. Dabei wäre es so einfach, die Gefahren auszumerzen: Es müsste sich jeder nur an die geltenden Regeln halten, ergänzt Rehbein.

Verschärft würde das Problem an der Hindenburgstraße noch durch Wildparken. „Es sind zwar Parkstreifen ausgewiesen, aber viele stehen trotzdem einfach rechts an der Straße. Das sorgt für gefährliche enge Situationen beim Vorbeifahren und verschlechtert noch den Blick auf den Fußgängerüberweg.“

Bürgermeister Reiner Adam berichtet auf WR-Anfrage, dass offizielle Beschwerden dazu bei der Stadt Waldkappel nicht eingegangen seien. Gesprächsthema war der Fußgängerüberweg vor der Eisdiele als Gefahrenstelle auch laut dem Verwaltungschef in der Vergangenheit immer mal wieder. Wie an anderen Stellen in der Stadt würden dort von Zeit zu Zeit Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. „Dabei ist nicht herausgekommen, dass dort überdurchschnittlich oft zu schnell gefahren wird. Aber nur durch solche Maßnahmen kann man Autofahrer vom Rasen abhalten. So lange es kein Geld kostet, halten sich viele nicht an die Regeln“, weiß auch Adam.

Der Bürgermeister kann sich vorstellen, dass die Waldkappeler die Verkehrssituation aktuell als verschärft wahrnehmen, weil Lkw verstärkt wegen der B 7-Sperrung Waldkappel als Umleitungsstrecke nutzen. Das sei aber nur ein persönlicher Eindruck ohne Beleg.

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