Nach Kündigung des Jugendpflegers: Waldkappeler Politik diskutiert über Jugendarbeit

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Orientiert sich beruflich neu: Reiner Kapinus hat seine Stelle als Jugendpfleger der Stadt Waldkappel gekündigt. 

Waldkappel. Reiner Kapinus hat seine Stelle als Jugendpfleger der Stadt Waldkappel gekündigt. Begründung: Er möchte sich beruflich anderweitig orientieren. Bisher wurde kein Nachfolger gefunden.

Deswegen diskutiert der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am nächsten Dienstagabend (wir berichteten) darüber, ob die offene Jugendarbeit mit dem Awo-Kreisverband Werra-Meißner weiter fortgeführt werden oder aber eine andere Art von Jugendarbeit stattfinden soll.

Zum Hintergrund: Zwischen dem Magistrat der Stadt Waldkappel und der hiesigen Arbeiterwohlfahrt (Awo) wurde am 4. Oktober vergangenen Jahres ein Vertrag über die offene Jugendarbeit mit einem Jugendpfleger in der Stadt Waldkappel und den Stadtteilen geschlossen. Diesen Posten bekam Kapinus. Das geht aus einer von Bürgermeister Reiner Adam unterzeichneten Vorlage für die besagte Ausschusssitzung hervor.

Anzumerken sei demzufolge auch, dass Reiner Kapinus auf freiwilliger Basis den Kontakt zu der kleinen Gruppe von Jugendlichen, die momentan das Jugendzentrum in der Kernstadt nutzen, halten und diese weiter betreuen möchte. „Auch unter den Umständen, dass die Nutzung nur sehr sporadisch ist“, heißt es weiter.

Trotz der vielen Bemühungen der Awo sei es bislang nicht gelungen, Ersatz oder einen neuen Jugendpfleger zu finden. Der mit der Awo abgeschlossene Vertrag wäre Informationen der Stadtverwaltung zufolge zum 31. März 2018 ausgelaufen. Weil kein Nachfolger bis zu diesem Datum zu finden ist, „wurde der Vertrag vom 4. Oktober 2016 einvernehmlich zum 30. September 2017 aufgehoben.“ Hierüber hätten sich Bürgermeister Reiner Adam und Martin Weisbecker, Geschäftsführer der Awo, vorab geeinigt.

Der entsprechende Aufhebungsvertrag ging dem Verband bereits zu. Somit gibt es momentan keinen Jugendpfleger. Jetzt ist zu klären, ob die offene Jugendarbeit in Waldkappel um weitere zwölf oder 24 Monate mit der Awo ab 1. April 2018 fortgeführt werden oder aber eine andere Art von Jugendarbeit angeboten werden soll. Die benötigten Mittel seien im Haushalt für die kommenden Jahre veranschlagt, ist der Vorlage zu entnehmen. Eine Entscheidung soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr getroffen werden, damit eventuell am 1. April jemand eingestellt werden kann. Der Beschlussvorschlag des Ausschusses wird dann in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert. Kapinus war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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