Parlament stimmt Beteiligung von bis zu 335 000 Euro zu

Waldkappel: Weg zum Kloster Marienheide wird saniert

Das Kloster Marienheide liegt im früheren Gutsdorf Wollstein nahe des Waldkappeler Stadtteils Harmuthsachsen. 2000 siedelten sich der katholische Schwesternorden der Monastischen Familie von Betlehem an.
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Das Kloster Marienheide liegt im früheren Gutsdorf Wollstein nahe des Waldkappeler Stadtteils Harmuthsachsen. 2000 siedelten sich der katholische Schwesternorden der Monastischen Familie von Betlehem an.

Der Wirtschaftsweg von Harmuthsachsen zum Kloster Marienheide wird in den kommenden Jahren saniert. Eine Förderung des Projektes ist im Zuge eines A44-Ausgleichs möglich.

Waldkappel – Auf einer kurzfristig einberufenen Sitzung am Donnerstagabend haben die Waldkappeler Stadtverordneten mehrstimmig beschlossen, sich am Flurbereinigungsverfahren für den A44-Bau in den Gemarkungen der Stadtteile Hasselbach, Harmuthsachsen und Rodebach mit einem Kostenanteil von bis zu 335 000 Euro zu beteiligen.

Konkret bedeutet das: Der Wirtschaftsweg von Harmuthsachsen zum Kloster Marienheide wird in den kommenden Jahren saniert.

Förderung wäre Ende des Monats abgelaufen

Eine schnelle Entscheidung wurde wegen einer Kostensteigerung notwendig – wäre bis zum kommenden Montag keine Entscheidung gefallen, hätte die Stadt eine achtzigprozentige Förderung des Projektes verstreichen lassen. Rückblende: 2018 hatte das Stadtparlament einer Beteiligung mit bis zu 25 Prozent zugestimmt – damals ging man von einem Eigenanteil von rund 182 000 Euro aus, erläuterte Bauamtsleiter Matthias Wittich.

Jüngst wurde bei Gesprächen zwischen der Stadt und der Flurbereinigungsbehörde festgestellt, dass diese Summe nicht ausreicht. Ursprünglich war geplant, den vorhandenen Untergrund des Wirtschaftsweges zu nutzen und mit einem Überzug zu versehen.

Die vorhandene Frostschutzschicht ist allerdings keine, die der neuesten Technik entspricht. Bedeutet: Auf der gesamten Länge müssen das teerpechhaltige Material abgetragen und der neue Untergrund frostfrei hergerichtet werden.

Fraktion der Grünen enthält sich

Damit steigen die ursprünglichen Gesamtkosten von rund 240 000 Euro auf rund eine Million Euro an, erläuterte der Bauamtsleiter. Dementsprechend steige nun auch der Eigenanteil der Stadt Waldkappel um 150 000 Euro auf die genannten rund 335 000 Euro an. „Wenn wir das jetzt nicht machen, werden wir diesen Fördersatz nie mehr erhalten“, richtete Wittich seine Worte an das Stadtparlament.

Der CDU-Vorsitzende Alexander Frank betonte die Bedeutung des Klosters für Waldkappel, das nicht nur ein Anziehungspunkt für Gläubige, sondern auch für Menschen sei, die die Ruhe und die Natur suchten. Natürlich habe der CDU-Fraktion die Kostenexplosion und die Frage der Finanzierung Kopfschmerzen bereitet.

„Das wird eine Herausforderung“

„Das wird eine Herausforderung“, so Frank. Dennoch sei die Straße stark beschädigt und für Bewohner, Besucher und Logistiker eine Zumutung und Gefahr. „Wir kommen um diese Maßnahme nicht herum und sollten die Zuschüsse nutzen“, so Frank.

Maximilian Balken von den Grünen hinterfragte die Finanzierung. Bürgermeister Frank Koch (SPD) entgegnete dazu, dass der Eigenanteil in den kommenden Haushaltsjahren bereitgestellt werde – allerdings nicht in einer Summe, da die Maßnahmen in verschiedenen Jahren erledigt würden. Auch der Stadtverordnete Frieder Weth-Schubert (Bündnis90/Die Grünen) äußerte, dass ihm diese Entscheidung zu schnell komme.

Letztlich beschloss das Parlament die Nutzung der Fördersumme mehrstimmig. Die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen enthielt sich mit ihren drei Stimmen. (mmo)

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