Wohnstandort für Pendler: Die Waldkappeler CDU fordert ein Neubaugebiet

Waldkappel – Die CDU im Waldkappeler Parlament fordert ein „attraktives Neubaugebiet“, um die Kommune für Pendler als Wohnstandort reizvoller zu machen.

Das soll Teil eines Konzepts zur Vermarktung unter dem Motto „Arbeiten in der Stadt – Leben auf dem Land“ sein.

„Die Bevölkerung der Stadt Waldkappel nimmt stetig ab, die finanzielle Belastung für Stadt und Bürger wird jedes Jahr – unter anderem dadurch – größer“, sagt Fraktionschef Alexander Frank. Für eine bezahlbare Zukunft der Kommune und ihrer Bewohner müssten laut ihm dringend Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten gefunden werden, die diesem negativen Trend etwas entgegensetzen.

Die CDU-Fraktion sieht die Chance für Pendler, dank der A 44 schnell in Kassel bei der Arbeit zu sein und anderseits in Waldkappel vergleichsweise günstig wohnen und bauen zu können. „Deswegen soll ein Konzept entstehen, welches tragfähig und finanzierbar ist. Hierzu sollen Ideen, unter anderem zu einem attraktiven Neubaugebiet, erarbeitet werden, um Menschen zur Ansiedlung in Waldkappel zu begeistern.“

Dementsprechend bringen die Christdemokraten den Antrag in der Sitzung am Freitag, 10. Mai, ein, der zunächst zur weiteren Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen werden soll. Dann will man den Magistrat mit der Konzepterstellung beauftragen. Bürgermeister Reiner Adam (SPD) erschließt sich die Forderung nicht. Denn momentan sei ein Flächennutzungsplan in Arbeit, der als Grundlage für die Ausweisung eines neuen Baugebiets an der Verlängerung der Kasseler Straße neben der Wehre dienen soll. Den habe man gemeinsam in der Stadtverordnetenversammlung so beschlossen.

Was für dieses Neubaugebiet spreche, seien die guten Voraussetzungen für eine Erschließung mit Versorgung und Straße. Adam weist auch darauf hin, dass aufgrund topografischer Gegebenheiten nicht viele andere Standorte als Baugebiet in Frage kämen.

Alle übrigen Bauplätze in der Kernstadt „Am Hassel“ würden bebaut oder stünden kurz davor – bis auf einen. Dazu kämen ein paar Grundstücke in Bischhausen und Harmuthsachsen. Für die Nachfrage zur Bebauung sei also immer ein Angebot vorhanden, das nächste befinde sich schon in Planung, wie Adam mitteilt.

CDU-Chef Alexander Frank bezweifelt, dass die Verlängerung der Kasseler Straße optimal ist – er fürchtet mangelnde Attraktivität wegen hohen Verkehrsaufkommens und theoretischer Hochwassergefahr. Der Bürgermeister ist sich sicher, dass dort seit der Freigabe der A 44 bis Bischhausen erheblich weniger Verkehr rollt.

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