Der nächste Fall

Wolf jetzt im Revier bei Burghofen gesichtet

+
Das neue Zuhause: Dieser Wolf wurde am 22. Oktober um 13 Uhr in Burghofen fotografiert. Zuletzt wurde ein Wolf von Landwirt Andreas Brandau gefilmt in unmittelbarer Nähe des jetzigen Aufnahmeorts.  

Die nächste Wolfssichtung in der Region wurde gemeldet. Am Dienstagmittag um 13 Uhr wurde ein Wolf im Burghofener Wald fotografiert.

„Ich ahne es schon seit vielen Jahren, dass der Wolf durch das Revier Burghofen zieht, nun haben wir den Beweis“, sagt der Pächter des Jagdreviers Burghofen, Carl-Heinz Eberth. Ein Beweisfoto im eigenen Revier würde aber ein ganz anderes Gefühl vermitteln, als Fährten oder Videoaufnahmen in angrenzenden Gebieten.

Ob es derselbe Wolf ist, der am 2. Oktober von Landwirt Andreas Brandau in unmittelbarer Nähe in Schemmern aufgenommen wurde, das ist nicht bestätigt. Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz analysiert nun das Beweismaterial, welches der Wolfsberater des Landesjagdverbandes Hessen (LJV), Dr. Wolfgang Fröhlich, weitergeleitet hat. „Ich wurde in den letzten drei Wochen zu vier Rissen in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder gerufen“, erzählt Wolfsbeauftragter Dr. Wolfgang Fröhlich. Ein Riss davon wurde bereits analysiert und einem Wolf zugeordnet.

„Es ist wichtig, dass wir informiert werden bei möglichen Wolfsrissen, Fährten, Sichtungen oder Aufnahmen“, erklärt der Wolfsberater. Bei einem möglichen Verdacht solle man sich zuerst an ihn oder seinen Kollegen, Wolfsberater Dieter Sellemann, wenden. Gerade bei Rissen sei es wichtig, dass zeitnah eine Probe entnommen werde, damit diese auch zur Untersuchung verwertet werden könne. „Fotografieren Sie Hinweise, notieren sie den Fundort, decken Sie Risse ab und vermeiden Sie, dass Menschen oder andere Tiere den Fundort zertrampeln und die Analyse erschweren“, erläutert Dr. Fröhlich.

Wichtig sei es, dass das Thema nicht verheimlicht und offen damit umgegangen werde. Bei den letzten Weidetierrissen hätte keiner der Zäune einen ausreichenden Schutz für die Tiere geboten. Es sei wichtig für Tierhalter, dass sie informiert und aufgeklärt seien über die Vorfälle, die fast vor der Haustür vorkommen.

Kontakt

Dr. Wolfgang Fröhlich:  0171-9517343

Dieter Sellemann: 0172-4015727

Von Carolin Eberth

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare