DIE WEITE WELT UND WIR

19-jährige Wanfriederin war als Au-Pair ein Jahr in Südafrika

In unserer Serie „Die weite Welt und wir“ erzählen Menschen aus dem Werra-Meißner-Kreis, die im Ausland leben, ihre Geschichten und Erlebnisse.

Die Wanfriederin Laura Groß (rechts) mit ihren Gasteltern.

Wanfried – Das Jahr, in dem die 19-jährige Wanfriederin Laura Groß als Au-Pair in der südafrikanischen Großstadt Durban verbrachte, ist viel zu schnell vergangen. Seit Anfang September ist sie wieder in der Heimat und sie zehrt noch immer von den Eindrücken, die sie im südlichen Zipfel des afrikanischen Kontinents gesammelt hat.

Groß ist begeistert von diesem Aufenthalt in Durban und der Arbeit als Au-Pair, die ihr für ihre berufliche Zukunft, die sie in der Kindheits-Pädagogik sieht, viel brachte: „Ich habe in Durbin viel gelernt und erlebt.“ Ein Glücksfall war die Familie der zwei Frauen Katrin und Yolande Schöttler, die ihr von der Au-Pair-Agentur vermittelt wurde. Diese Familienform ist in Südafrika etwas ganz Normales. Groß wurde von den beiden Frauen, die beruflich sehr eingespannt sind, herzlich empfangen: „Ich war sofort ein Teil der Familie“.

Land, Leute und Kultur

Die neun Monate alten Zwillinge Ezra und Ksenya – durch künstliche Befruchtung gezeugt und von der deutschstämmigen Mutter Katrin ausgetragen und geboren – hatte Groß vom ersten Tag an ins Herz geschlossen. Mit der Betreuung und Erziehung der Zwillinge war die Wanfriederin gut beschäftigt: „Alles, was zur Kinderbetreuung in diesem Alter gehört, war meine Aufgabe: Die Zwillinge füttern, mit ihnen spielen und spazieren gehen. Es stellten sich von selbst auch immer neue pädagogische Aufgaben.“ Da das Haus der Schöttlers nur 20 Minuten vom Meer entfernt war, verbrachte die Familie auch viele Stunden am Strand.

Die 19-jährige Nordhessin konnte das Familienleben richtig genießen, erzählt sie. „Wir haben auch sehr viel unternommen. Ich lernte Land, Leute und die Kultur Südafrikas kennen.“ Ein Erlebnis war die Reise in den Krüger-Nationalpark mit seiner vielfältigen Tierwelt.

Die Wanfriederin lernte auch die beiden größten Städte Südafrikas, Kapstadt und Johannesburg, kennen. Durban ist die drittgrößte Stadt des Landes. Ende März gab es auch in Südafrika erste Corona-Fälle, was sich auf die Tätigkeit der Au-Pair auswirkte: Ihr Aufenthalt verkürzte sich. Der Abschied fiel allen schwer. Groß resümiert: „Es war ein wundervolles Jahr, das ich nicht missen möchte“.

Zurück in der Heimat, schaut die junge Frau auch schnell einmal bei der Eschweger Tafel vorbei, wo sie vor ihrem Südafrika-Abstecher viele Monate wertvollen, freiwilligen Dienst bei der Waren-Vorbereitung leistete. Eine Ruhepause will sich die Wanfriederin nicht gönnen. Schon in wenigen Tagen geht es zum Pädagogik-Studium nach Darmstadt, um sich besser für ihre berufliche Laufbahn vorzubereiten.

Von Sifgfried Furchert

Rubriklistenbild: © Privat

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