Summe verdoppelt

70.000 Euro für die Loge: Wanfrieder Kirche bekommt Geld aus Stiftung der Landeskirche

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Bekamen das Geld aus den Händen des Stiftungsvorsitzenden Dr. Andreas Fehr (Zweiter von links): Die Wanfrieder (von links) Andreas von Scharfenberg, Doris Vogt, Ute Lorenz-Roth und Wolf-Arthur Kalden.

Die Kirchengemeinde Wanfried hat 35.000 Euro aus der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zur Sanierung der Patronatsloge und der Sakristei bekommen.

Das Geld wurde am Mittwochnachmittag an Ute Lorenz-Roth, Doris Vogt, Andreas von Scharfenberg und Wolf-Arthur Kalden übergeben. Dabei waren auch Gernot und Valeska von Hagen (geborene von Scharfenberg.)

Das Geld wurde im Haus der Kirche in Kassel durch den Vorsitzenden der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds, Dr. Andreas Fehr, an 13 Kirchengemeinden vergeben. Diese hatten im Vorfeld Spendengelder eingesammelt, die die Stiftung mit dem Ziel der Förderung von Baumaßnahmen in den Kirchen verdoppelte. Insgesamt wurden 682.000 Euro ausgeschüttet.

Summe verdoppelt

Die 35.000 Euro, die durch die Stiftung verdoppelt wurden, hatte die Kirchengemeinde von Wanfried im vergangenen Jahr gesammelt. Neben Spendenaufrufen haben sie Konzerte in der Kirche veranstaltet, ein Kirchenkino angeboten, einen Wander-Gottesdienst organisiert oder in einem Kellerraum der Kirche ein Whiskey-Tasting veranstaltet. Eine Großspende kam auch von dem in München lebenden Harald von Scharfenberg, der sich seit vielen Jahren als Gönner für verschiedene Projekte in der Stadt Wanfried erweist. Die Renovierung der Patronatsloge seiner Familie lag ihm jetzt besonders am Herzen.

Restaurator Gerd Belk hatte die Loge bei Arbeiten 2009 gefunden.

Die Patronatsloge links des Altars ist in ihrer Form eine Besonderheit. Beim Bau der Stadtkirche bekam die Familie von Scharfenberg, die das Patronat innehatte, einen besonderen Platz, um dem Gottesdienst zu folgen – mit eigenem Eingang und Bollerofen. Die Loge ist ein Relikt vergangener Zeiten und bleibt heute leer, hat aber einen kulturhistorischen und touristischen Wert. Die Patronatsfamilie nimmt heute auf den normalen Kirchenbänken Platz.

Malereien restaurieren

Neben dem gusseisernen Ofen sollen auch die Malereien auf Stoff und Holz restauriert werden. Außerdem sind die Sessel in die Jahre gekommen, nachdem die Loge beim Beginn der Renovierung vor über zehn Jahren hinter einem Verschlag gefunden wurde. 70.000 Euro sind hierfür und für die Renovierung der Sakristei sowie von zwei Windfängen vorgesehen. „Die Bauarbeiten sollen möglichst im Februar starten, weil zu dieser Zeit die Kirche ohnehin geschlossen ist“, sagt Wolf-Arthur Kalden. Die Gottesdienste finden dann im Gemeindehaus oder den umliegenden Stadtteilen statt.

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