Beinahe hätte es die Schlagd-Gaststätte nicht gegeben, heute ist es eine Erfolgsgeschichte

Abriss war schon beantragt

+
Touristen machen einen Großteil der Gäste an der Schlagd unter der Woche aus. „Das merke ich immer daran, wenn ich Weckewerk erklären muss“, sagt Wirt Klaus Hoßbach. Gerade für Radfahrer und Kanuten ist die Kneipe an der Werra beliebt.

Wanfried. Ernst-Wilhelm Kalden hatte bei der Bauaufsicht des Kreises bereits den Abriss der alten Schlagdscheunen beantragt. Die Fachwerkgebäude waren marode und einsturzgefährdet. Für die öffentliche Sicherheit bestand Gefahr.

Wenigstens 160 000 Euro hätte die notdürftige Instandsetzung gekostet. Der Stadtrat Dr. Gotthard Eickhoff hat sich für den Erhalt der letzten Relikte des Werra-Hafens eingesetzt. Mit Erfolg. Kalden ließ sich umstimmen. Heute ist die Wanfrieder Schlagd eines der beliebtesten Ausflugsziele entlang der Werra. Und die Kneipe im Inneren brummt.

Zumindest im Sommer hat der Pächter Klaus Hoßbach gut zu tun. Von April bis Oktober ist die Gaststätte Zur Schlagd geöffnet. Ein Saisongeschäft, das stark vom Wetter abhängig ist. Jeden Morgen richtet sich Hoßbach banger Blick deswegen gen Himmel, ob das Wetter hält. „Es ist oft so, dass das Wetter am Morgen schlecht ist, ich Mitarbeiter abbestelle und ab Mittag der Himmel aufreißt“, erklärt Hoßbach die Problematik. Mit diesem Sommer ist der Gastwirt zufrieden. Wichtig war, dass an Feiertagen und langen Wochenende wie dem 1. Mai, Pfingsten oder Himmelfahrt das Wetter gestimmt habe. Dann war an der Schlagd kaum einer der 130 Plätze zu bekommen.

Von Tobias Stück

Mehr lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Werra-Rundschau.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare