Augen auf im Straßenverkehr

"Achtung Auto": ADAC-Verkehrserziehung an der Elisabeth-Selbert-Schule

+
Einfache Gleichung: Die Schüler der Klasse 5a der Elisabeth-Selbert-Schule lernen alles über das richtige Verhalten im Straßenverkehr.

Wanfried – Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg. Anhand dieser Gleichung erklärte ADAC-Verkehrserzieher Dieter Rauer den Fünftklässlern der Elisabeth-Selbert-Schule Wanfried die Vorgänge, die bei einem unvorhersehbaren Ereignis eingeleitet werden, um das Fahrzeug zum Stillstand zu bringen.

Angenommen, ein Auto fährt 50 Kilometer pro Stunde und ein Kind läuft unvermittelt auf die Straße, so rollt das Auto insgesamt 26 Meter weiter, ehe es stehen bleibt. Im Idealfall natürlich, wenn man die volle Aufmerksamkeit des Fahrers, optimale Straßenverhältnisse und intakte Bremsen und Reifen voraussetzt.

Deutlich länger dauert der Anhalteweg, wenn der Fahrer abgelenkt ist, etwa durch den Blick aufs Smartphone oder die Kommunikation mit Mitfahrern. „Auch streitende Geschwister auf der Rückbank lenken ab“, mahnt Dieter Rauer. Der ehemalige Schulleiter und Lehrer sensibilisiert heute im Auftrag des ADAC-Verkehrssicherheitsprogramms Fünftklässler zur Achtsamkeit im Straßenverkehr.

Achtung Auto: Dieter Rauer (rechts) mahnt die Schülerinnen und Schüler zur Achtsamkeit.

Auch die Bedeutung des Gurtes wurde im Klassenzimmer ausführlich besprochen. Dieser sitzt, und hier bestand bei einigen Kindern Aufklärungsbedarf, nur sicher, wenn die drei Punkte Schulter – Brustkorb – Hüfte abgedeckt sind. Ein unter die Achsel geklemmter Gurt bietet keinen ausreichenden Schutz. Der Gurt darf nicht verdreht sein, er muss eng anliegen, um den Oberkörper im Falle eines Unfalls zu schützen.

Wichtiges Thema: der Fahrradhelm

Ein wichtiges Thema ist auch immer wieder der Fahrradhelm. Anhand von Hühnereiern verdeutlichte Dieter Rauer, was passiert, wenn jeweils ein verpacktes und ein ungeschütztes Ei aus der Höhe auf den Boden fällt. „So wirken die Kräfte auch auf euren Kopf, wenn ihr mit dem Fahrrad stürzt.“ Im Anschluss konnten die Kinder ihre Anhaltewege bei einem Laufspiel überprüfen und waren von der Distanz, die zwischen Reaktion und Stillstand besteht, überrascht. „Wir finden die Aktion sehr sinnvoll und führen sie jedes Jahr in unseren fünften Klassen durch“, erklärt Stefanie Hohmann-Pelka, die stellvertretende Klassenlehrerin der 5a.

„Es ist wichtig, dass die Schüler sich im Straßenverkehr richtig verhalten und auch ihren Eltern sagen, was sie gelernt haben.“ Denn nicht immer sind es nur die Kinder, die beim Thema Sicherheit und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr Nachholbedarf haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare