Zeit bis Ende Februar

Sanierung des Plesseturms startet jetzt: Holz ist gefällt, Arbeiter sind bereit

Jürgen Grein hat gemeinsam mit seinem Sohn Philipp Grein die Bäume gefällt: Diese Lärche wird einmal einer der Eckpfeiler für den Plesseturm bei Wanfried.
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Jürgen Grein hat gemeinsam mit seinem Sohn Philipp Grein die Bäume gefällt: Diese Lärche wird einmal einer der Eckpfeiler für den Plesseturm bei Wanfried.

Bis spätestens Ende Februar soll das Wanfrieder Wahrzeichen, den Plesseturm, saniert sein. Jetzt wurden die Bäume für die Eckpfeiler frisch gefällt.

Wanfried – Was die Sanierung des Plesseturms betrifft, wird es nun ernst. Es wird konkret. In dieser Woche wurden vier Lärchen frisch gefällt und aus dem Wald bei Altenburschla gezogen. Die langen Stämme werden als die vier Eckpfeiler für den baufälligen Aussichtspunkt dienen, sagt Uwe Roth, Vorsitzender des Fördervereins Plesseturm.

Frisch sollte das Holz bewusst sein, damit sich die Stämme noch gut an den Turm anpassen können, erklärt Roth. Das funktioniere mit frischem Holz besser als mit abgelagertem. Neben den vier frisch gefällten Bäumen sind weitere 21 Lärchen bereits gelagert. Dieses Holz soll dann zum Beispiel für die Stege und Geländer genutzt werden. „Die Bäume sind alle optimal gewachsen“, findet Roth.

Das Vater-Sohn-Duo Jürgen und Philipp Grein hat die Bäume gefällt. Bürgermeister Wilhelm Gebhard versorgte die Holzfäller vor Ort noch mit Gehacktesbrötchen.

Derzeit lagern die Stämme noch bei Hubertus Wetzestein auf dem Hof. Mit seiner Holzbaufirma ist er mit der Sanierung des 22 Meter hohen Turms vertraut, ebenso wie der Maler- und Lehmbaubetrieb um Christian Anhalt. Die beiden Wanfrieder Firmen haben es sich zur Aufgabe gemacht, trotz einiger baulicher Anpassungen das Erscheinungsbild zu erhalten.

Plesseturm: Holz und Menpower stammen komplett aus dem Wanfrieder Umkreis

Das Holz stammt aus einem Umkreis von etwa sechs Kilometern von Wanfried. Es wurde von den Waldeigentümern, den Familien Holzapfel und Stiens aus Altenburschla sowie Familie Schulze aus Melsungen, gespendet. „Wir konnten bei den Rohstoffen und der Manpower vollständig auf unsere Heimat zurückgreifen“, freut sich Roth. Es ist ein echtes Heimatprojekt.

Wie im Sommer geplant starten die ersten Schritte für die Sanierungsarbeiten noch im September. Das für den 3. Oktober angedachte Richtfest wird allerdings nicht stattfinden können, so Roth. Die Sanierung selbst soll bis Ende Februar abgeschlossen sein. Bis zum 28. Februar haben die Firmen Zeit. „Dann endet naturschutzbedingt unsere Baugenehmigung“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins. Er sei guter Dinge, dass der zeitliche Rahmen kein Problem wird.

Auch das Budget kann eingehalten werden, sagt Roth. 165 000 Euro hat der Förderverein für die Sanierung des Plesseturms in den vergangenen Jahren gesammelt. Die Arbeiten sollen der Stadt Wanfried, die diese Ausgabe nicht hätte stemmen können, zum Geschenk gemacht werden.

Auf dem konkreten Plan steht nun auch, Fehler der

Vergangenheit zu berücksichtigen. Einiges soll an dem Turm optimiert werden. Ecken und Kanten etwa, die in der Vergangenheit das Abtrocknen bei Nässe verhindert haben, sollen verbessert werden. Die Treppengeländer werden erneuert, durch Schutzmaßnahmen sollen zukünftig noch besser Unfälle vermieden werden.

Von Jessica Sippel

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