Architekturstudenten entwickeln Ideen für den Marstall in Wanfried

Großer Andrang: Die Bürger Wanfrieds zeigten sich interessiert, welche Visionen die Kasseler Studierenden für den Marstall entwickelt hatten. Im Bild erklärt Christine Wicke ihre Idee einer Oldtimer-Werkstatt. Foto: Rimbach

Wanfried. Wie sieht die Zukunft des Marstalls in Wanfried aus? 24 Studenten aus Kassel haben Vorschläge gemacht, die sie jetzt den Bürgern vorstellten. Die Ideen kamen durchweg positiv an.

Super!“, sind sich die Umstehenden einig und applaudieren, als drei Studenten der Universität Kassel anhand des detaillierten Modells einen der acht Pläne für den Marstall vorstellen. Die Ergebnisse der Arbeit der 24 Architekturstudenten, die sich während ihres zweiten Semesters damit beschäftigt hatten, Visionen für die Zukunft des Marstalls zu entwickeln, stießen am Mittwochabend auf positive Reaktionen der interessierten Gäste.

Zahlreiche Bürger Wanfrieds waren der Einladung Andreas von Scharfenbergs und der Bürgergruppe Wanfrieder Häuser gefolgt, hatten ab 18 Uhr auf dem Oberhof des Ritterguts in der alten Konservenfabrik Modelle betrachtet und haben wie gebannt den durchdachten Ideen der Studierenden gefolgt. Sowohl Prof. Claus Anderhalten von der Universität mit dem Fachgebiet „Entwerfen im Bestand“ als auch Eigentümer Andreas von Scharfenberg zeigten sich begeistert von dem Interesse der Bevölkerung an der Vorstellung des Projektes und der Zukunft des Wanfrieder Marstalls.

„Wir sind mit diesem aufgewachsen“, erinnerten sich viele, stellten Fragen zu den Modellen und lobten die Ideen. Die reichten von einer Markthalle über Hostels, eine Therme und eine Saunalandschaft bis hin zu einer Oldtimer-Werkstatt oder einer Brauerei, in der die Gäste mitmachen und die Herstellung ihres eigenen Bieres vom Samen aus nachvollziehen können.

Wenngleich es nicht zu der Aufgabe der Studierenden gehört hatte, den finanziellen Aspekt und die Vorgaben des Denkmalschutzes in ihre Planungen mit einfließen zu lassen, so hatten sie die Besonderheiten Wanfrieds wie den Hafen oder die Anbindung an Rad- und Wanderwege in die Entwicklung ihrer Visionen mit einbezogen. So entstand unter anderem das Modell eines Hostels für Radfahrer und das eines Bootshauses mit Jugendherberge in Anlehnung an den Aufbau eines Schiffes.

„Es sind sehr kreative Gedanken eingeflossen.“

Bürgergruppe Wanfried

Bei vielen Modellen wurde zudem deutlich, dass es den Studierenden, die unter anderem Verglasungen oder den Einbau eines Paternosters planten, wichtig war, die Fassade des Gebäudes größtenteils zu erhalten. „Es sind sehr kreative Gedanken eingeflossen“, lobte man vonseiten der Bürgergruppe Wanfrieder Häuser aus.

Das war auch für uns ein Experiment“, sagt Prof. Claus Anderhalten und zeigte sich positiv überrascht von den Ergebnissen und der guten Resonanz. Weitere Projekte mit Wanfried seien zudem durchaus möglich. Im Anschluss an die Veranstaltung wurde bei Getränken zu weiteren Gesprächen eingeladen. (esr)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare