Ermittlungen laufen weiter

Aref bleibt verschwunden: Fünfjähriger aus Wanfried seit zwei Jahren vermisst

+
Ergebnislos: Trotz aufwendiger Suche konnte der fünfjährige Aref bis heute nicht gefunden werden. 

Wanfried. Vor genau zwei Jahren ist der kleine Aref aus Wanfried verschwunden und seither nicht wieder aufgetaucht. Das Flüchtlingskind gilt als vermisst, die Ermittlungen seien nach wie vor nicht eingestellt worden, sagt Polizeisprecher Jörg Künstler.

Wir blicken noch einmal zurück auf die Ereignisse:

Der 4. April 2016

Wird jetzt seit zwei Jahren vermisst: Aref aus Wanfried.

Gegen 18 Uhr hatte sich Arefs Mutter mit weiteren Kindern am Spielplatz neben der Wassertretstelle am Werra-Ufer aufgehalten. Als sie sich auf den Heimweg in die Flüchtlingsunterkunft im Keudell’schen Schloss machen wollte, bemerkte sie das Fehlen des Fünfjährigen. 

Zunächst nahm sie an, dass sich das Kind bereits selbstständig auf den Heimweg gemacht hatte. Als sich das als falsch herausstellte, kontaktierte sie Pfarrerin Rosemarie Kremmer, die die Polizei informierte. Seit 20.40 Uhr galt Aref offiziell als vermisst.

Die Suche nach Aref

Sofort wurde ein Suche eingeleitet, die bis drei Uhr in der Nacht andauerte; offizielle Hilfskräfte waren ebenso im Einsatz wie Freiwillige. Boote wurden eingesetzt, ebenso eine Suchhundestaffel. Am nächsten Tag wurde ein Hubschrauber hinzugezogen, auch die Wasserschutzpolizei nahm ihre Arbeit auf. 

Eine Woche nach dem Verschwinden wurde die gezielte Suche eingestellt, die allgemeine Fahndung aber aufrechterhalten. Wieder eine Woche später wurde die Werra dann, bei diesmal niedrigerem Pegelstand, noch einmal abgesucht – auch dieses Mal ohne Ergebnis. Erneut ein paar Tage später wurde der Fluss dann sogar abgesenkt.

Der Verdacht

Ging man zu Beginn des Verschwindens von einem Unglück aus, da sich der Spielplatz nahe der Werra befindet, die zum Zeitpunkt des Verschwindens viel Wasser mit sich führte, ging die Polizei ab dem 21. April 2016 einem neuen Hinweis nach: Am Tag des Verschwindens soll ein schwarzer BMW X 5 mit Berliner Kennzeichen und getönten Scheiben mit dem Heck auf dem Zebrastreifen verbotswidrig in der Marktstraße vor der Flüchtlingsunterkunft gestanden haben. 

Auch am Wanfrieder Hafen soll ein schwarzes Fahrzeug gesehen worden sein. Fortan schloss die Polizei eine Entführung oder ein Gewaltverbrechen nicht mehr aus.

Der 4. April 2018

Die Suche im klassischen Sinne vor Ort gebe es nicht mehr, sagt Künstler. Dennoch laufen die Ermittlungen noch: Sobald Hinweise eingingen, würde denen auch nachgegangen werden. „Leider gibt es aber nach wie vor nichts Neues.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare