Auszeichnung ist eine Ehre

Gemeindeschänke in Altenburschla schafft wieder den Sprung in Slow-Food-Genussführer

Dritte Aufnahme in Folge: Nach 2013 und 2014 gelang es Claudia und Hartwig Gehl erneut in den Genussführer Nordhessen aufgenommen zu werden. Diesmal sogar ohne Testessen. Foto: Stück

Altenburschla. Das Landhotel Gemeindeschänke ist erneut in den Slow-Food-Genussführer aufgenommen worden - ganz ohne Besuch eines Testers.

In diesem Jahr hatten sie noch nicht mal einen Inkognito-Besuch von den Slow-Food-Testern. Das Landhotel Gemeindeschänke wurde erneut in den Genussführer der Organisation aufgenommen, die sich für gehaltvolle Lebensmittel und genussvolles, bewusstes und regionales Essen einsetzt. „Diese Auszeichnung ohne Test ist für uns eine große Ehre“, sagt Claudia Gehl.

Das Restaurant von Claudia und Hartwig Gehl in Altenburschla ist seit zwei Jahren Teil der Slow-Food-Bewegung. Slow Food ist die internationale Idee, die sich dafür einsetzt, dass jeder Mensch Zugang zu Nahrung hat, die sein Wohlergehen sowie das der Produzenten und der Umwelt erhält. Die Slow-Food-Bewegung zählt in Deutschland derzeit über 12 000 Mitglieder in rund 80 Convivien (lokalen Gruppen). Im Convivium Nordhessen haben sich 100 Mitglieder zusammengetan. Vier Restaurants aus der Region wurden in den Slow-Food-Genussführer aufgenommen.

Neben der Jausenstation in Großalmerode-Weißenbach wurden die Deutsche Eiche in Grebenstein, der Jägerhof in Lauterbach und eben die Gemeindeschänke aus Altenburschla in den Genussführer aufgenommen. Elf Mitglieder von Slow Food Nordhessen sind unterwegs, um Restaurants und Gaststätten in der Region auf ihre Genussführer-Tauglichkeit zu testen. Den aufgenommenen Häusern steht dann ein Pate zur Seite, der im Falle der Gemeindeschänke die Empfehlung für das nächste Jahr ausgesprochen hat.

Seit 20 Jahren bewirten Gehls ihre Gäste jetzt mit regionalen Produkten in der Gemeindeschänke in Altenburschla. „Das ist zwar etwas teurer, aber das Angebot an hervorragenden Lebensmitteln ist hier vor Ort vorhanden“, sagt Küchenchef Hartwig Gehl. Aktuell wird das Wanfrieder Weidelamm aus der Hüteschäferei Timmerberg angeboten. Sie züchten das selten gewordene Merino-Landschaf, eine echte Spezialität. Verwendung finden jetzt regionale Frühlingskräuter wie Bärlauch. Im Frühjahr ist eher leichte Kost angesagt. Mitte April beginnt die Spargelsaison mit Stangen aus dem Werratal.

Auch auf veränderte Ansprüche hat sich das Slow-Food-Restaurant eingestellt. Es gibt auf Wunsch vegetarische und vegane Gerichte. Auf Allergien der Gäste reagiert die Küche spontan.

Von Tobias Stück

 

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