Bauarbeiten für Schulcampus in Wanfried starten erst im März

So soll der Schulcampus Wanfried einmal aussehen: Das gelbe Gebäude links beherbergt die Grundschule, das blaue im Hintergrund die Gesamtschule. Verbunden werden beide Schulformen von den terrassenartigen Fachräumen und der Mensa. Skizze: Werra-Meißner-Kreis

Wanfried. Der Umbau der Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) in Wanfried zu einem Schulcampus mit der Gerhart-Hauptmann-Schule (GHS) verzögert sich um ein Jahr. Statt im Juni 2020 wird mit einer Fertigstellung im Sommer 2021 gerechnet. Das teilte der Sprecher des Werra-Meißner-Kreises, Jörg Klinge, jetzt auf Anfrage mit.

„Wir hatten aufgrund der Hochkonjunktur in der Bauwirtschaft große Schwierigkeiten, den Auftrag an ein entsprechendes Planungsbüro zu vergeben“, erklärt Kreissprecher Jörg Klinge den Grund der Verzögerung des Bauprojekts in Wanfried. „Dieser Termin kann aber nur gehalten werden, wenn es im Vergabeverfahren oder im Bauablauf zu keinen zeitlichen Verzögerungen kommt“, sagt Klinge. Der Schulbetrieb soll zum Schuljahresbeginn 2021/2022 aufgenommen werden.

Ursprünglich sollte schon seit den Sommerferien an der Wanfrieder Gesamtschule umgebaut werden. Die Bauarbeiten sind nötig, weil auf dem Gelände der weiterführenden Schule ein Schulcampus entstehen soll, der Grund- und Gesamtschule an einem Areal zusammenführt. Bislang war es in Wanfried so, dass an zwei Standorten unterrichtet wird. Um die Grundschüler aufnehmen zu können, muss das Schulgebäude baulich verändert werden.

Der Anfang wird ab Sommer im Gebäudeteil C gemacht. Der Elisabeth-Selbert-Schule (Außenstelle Anne-Frank-Schule) wird der Gebäudeteil C zur Verfügung gestellt. Hier sollen zwölf Klassenräume entstehen. Das Gebäude wird ebenfalls komplett saniert. Neue Toilettenanlagen entstehen.

Die Mensa wird komplett neu gebaut. Von bislang 81 Quadratmetern wird der Raum auf 308 Quadratmeter erweitert. 150 Schüler können hier gleichzeitig essen. Aufgrund der kleinen Bühne kann der Raum auch als Aula genutzt werden. Das Verwaltungsgebäude wird von der Gerhart-Hauptmann-Schule und der Elisabeth-Selbert-Schule gemeinsam genutzt. Alles ist doppelt vorhanden. Zwei Sekretariate, jeweils eigene Räume für die Schulleitungen und zwei Lehrerzimmer.

Die Gerhart-Hauptmann-Schule soll in den Gebäudeteil A ziehen. 14 Klassenräume stehen den zurzeit rund 200 Schülern auf drei Ebenen zur Verfügung. Dieser Teil der Schule wurde in Teilen bereits saniert. Die Grundschule soll zusätzlich barrierefrei werden. Deshalb wird außen ein Fahrstuhl angebracht. Dieser Umbau steht als letztes an und wird voraussichtlich ab Sommer 2020 in Angriff genommen.

Sichtbare Veränderungen wird es ab März geben. Dann wird nach Angaben des Kreises mit den Abbrucharbeiten im jetzt leer stehenden Gebäudeteil C begonnen. Die Kosten für den Umbau der Schule belaufen sich auf rund 5,5 Millionen Euro. „Zurzeit gehen wir davon aus, dass die für die veranschlagten Kosten ausreichen werden“, sagt Klinge. In der Kostenberechnung seien die steigenden Preise in der Baubranche berücksichtigt worden.

Mit dem verzögerten Baubeginn verschiebt sich auch die Nachnutzung des alten Schulgebäudes der Grundschule in der Innenstadt. Die Stadt Wanfried wird das Gebäude übernehmen und plant hier, die Regelgruppen den Wanfrieder Kindergartens aus der Ringstraße unterzubringen. Dort reichen die Kapazitäten nur noch bedingt aus. Vor einem Umzug muss aber das über 50 Jahre alte Schulgebäude grundlegend saniert und kleinkindgerecht umgebaut werden.

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