Wettbewerb

Blick in Wanfrieds Geschichte: Gewinner des Fotowettbewerbs der Sparda-Bank stehen fest

Den zweiten Platz teilen sich Hans-Joachim Tuttaß und Jürgen Katzer.
+
Den zweiten Platz teilen sich Hans-Joachim Tuttaß und Jürgen Katzer.

Die Gewinner des Fotowettbewerbs, zu dem die Spardabank aufgerufen hat, stehen jetzt fest. Die Bank will in Wanfried 1,5 Millionen Euro investieren.

Wanfried – Wie ein alter Bauernhof im Herzen Wanfrieds noch vor über 70 Jahren aussah, zeigt eine Postkarte von Inge Dorgerloh-Henze. Sie hat einen Fotowettbewerb der Sparda-Bank gewonnen, zu dem anlässlich eines Sanierungsprojektes in Wanfried aufgerufen wurde.

Denn die Sparda-Bank will im Rahmen des Projekts „Mensch Zukunft“ 1,5 Millionen Euro in eine alte Hofreite an der Wanfrieder Marktstraße investieren (wir berichteten). Um sich auch mit der Geschichte des Projektes auseinanderzusetzen, hat die Sparda-Bank den Fotowettbewerb Anfang Juli über unsere Zeitung angestoßen.

Die Jury, bestehend aus Peter Hoffmann, Direktor der Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank Hessen, und der freien Journalistin für historischen und modernen Holzbau Diana Wetzestein aus Wanfried, kürte nun die Gewinner.

Die Gewinner des Fotowettbewerbs

Als ersten Platz, dotiert mit 300 Euro, wählte die Jury die Einsendung von Inge Dorgerloh-Henze aus Neunkirchen-Seelscheid. Sie zeigt eine alte Postkarte, auf der sowohl das Hauptgebäude des alten Bauernhofs als auch eine Panoramaansicht von Wanfried zu sehen ist. Die Postkarte soll laut Dorgerloh-Henze aus den 1930er-Jahren stammen.

Fotowettbewerb der Spardabank in Wanfried: Der erste Platz geht an die Einsendung von Inge Dorgerloh-Henze aus Neunkirchen-Seelscheid mit dem Bild dieser alten Postkarte.

Den zweiten und mit 200 Euro dotierten Platz teilen sich die Wanfrieder Fotografen Hans-Joachim Tuttaß und Jürgen Katzer, die in ihrem gemeinsamen Archiv die Aufnahme des Fotografen Oscar Tellgmann gefunden haben. Das Motiv zeigt die Marktstraße, im Hintergrund ist die alte Hofreite zu sehen. Das Foto ist geschätzt um 1906 herum entstanden, im Hauptgebäude der Hofreite ist zum Beispiel eine Tür zur Marktstraße hin zu erkennen, die es später nicht mehr gab.

Platz drei geht an Heinz Schmidt. Die Aufnahme ist vermutlich um 1920 entstanden. Repro: Heinz Schmidt

Platz drei und somit ein Gewinn von 100 Euro geht an Heinz Schmidt. Die Aufnahme, die vermutlich um 1920 entstanden ist, zeigt ebenfalls die Marktstraße mit dem Gasthaus Zum Löwen im Vorder- und der Hofreite im Hintergrund. „Seit 1970 sammel ich alte Fotos“, sagt Schmidt. Seinen Bestand mit vielen Originalbildern hat er von seinem Großvater übernommen. 1998 sind bei einem Dachstuhlbrand viele Fotos verloren gegangen, einen großen Teil hatte Schmidt aber bereits zuvor digital archiviert.

Sparda-Bank will alten Bauernhof zu Mehrgenerationenhaus sanieren

„Uns ist es vor allem wichtig, den Charakter der Hofreite mit seiner langen Geschichte möglichst zu erhalten“, sagt Peter Hoffmann zum Sanierungsprojekt. Mit dem Projekt „Mensch Zukunft“ will die Bank sozial nachhaltiges Engagement neu denken: Auf dem 4200 Quadratmeter großen Grundstück mit Zweifamilienhaus, Nebengebäude und einer Scheune sollen künftig mehrere Generationen gemeinsam unter einem Dach leben, die Gebäude werden energetisch und nachhaltig saniert. (wir berichteten)

Ziel ist, dort langfristig eine Genossenschaft zu etablieren, in der die Bewohner und die Menschen in Wanfried mitentscheiden können, was für eine lebenswerte Umgebung benötigt wird.

Die Scheune soll zur Kulturscheune ausgebaut werden, in der für alle Bürger regelmäßig Veranstaltungen stattfinden.

Von Jessica Sippel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare