Gemälde des Bonifatius in Aue erstrahlt in frischen Farben

Bonifatius frisch restauriert in Aue, Heimatverein
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Wann wird Friede schweben über dieser Aue? Der Heilige Bonifatius als Namensgeber und Schutzpatron. 

Das Wandgemälde des Missionars Bonifatius an einem Gebäude im Wanfrieder Ortsteil Aue wurde jetzt liebevoll saniert. 

Aue. Jeder, der schon einmal durch Aue durchgekommen ist, kennt das Wandgemälde. Auf der weißen Außenwand eines Fachwerkgebäude an der Hauptstraße spricht der Missionar Bonifatius seine sagenumwobenen Worte „Wann wird Friede schweben über dieser Aue?“ Das über 50 Jahre alte Gemälde war in die Jahre gekommen und wurde jetzt – zum wiederholten Male – erneuert.

Das Bonifatius-Bild gibt es seit 1967

Im Jahr 1967 sollte auf Wunsch des Heimatvereins Aue, unter der Leitung des Vorsitzenden Willi Bindemann, im Zuge der Aktion „Unser Dorf soll schöner werden“ die marode Hauswand zu einem Anziehungspunkt für Besucher werden. Willi Bindemann als Putzer und die Künstler Robert Köcher senior und junior schufen die Ersterstellung des Bonifatius. „Leider nagt der Zahn der Zeit auch an einem so schönen Bild immer wieder“, sagt Gerd Köditz vom Heimatverein. 1987, 2008 und zuletzt in diesem Jahr mussten Bonifatius und die vier Ortswappen erneuert werden. Wieder einmal hat sich Robert Köcher um die Restaurierung gekümmert.

Bonifatius hält Hände über das Werratal

Der Legende nach soll der heilige Bonifatius, als er im achten Jahrhundert im Werratal missionierte, vom Hülfensberg blickend gesagt haben: „Wann wird endlich Frieden schweben über dieser schönen Aue“. Volksetymologisch lassen sich daraus die Namen der heutigen Orte Wanfried, Frieda, Schwebda und Aue herleiten. In Anlehnug an die Legende hält Bonifatius auf dem Wandbild seine Hände über die Orte (Wappen) von Wanfried, Frieda, Schwebda und Aue. „Vielleicht kann man in Corona-Zeiten solch einen guten Schutz wieder gebrauchen“, sagt Köditz. Während der dreitägigen Restaurierung hatten schon Auto-, Radfahrer und Wanderer angehalten und die eindrucksvolle Darstellung bewundert. ts Foto: alina schäfer

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