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Bonnie Tyler und Ray Wilson an der Schlagd in Wanfried

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Rockröhre Bonny Tyler beigeisteret das Publikum mit alten und neuen Hits an der Schlagd In Wanfried.
Rockröhre am Wanfrieder Hafen: Bonny Tyler begeisterte ihr Publikum mit neuen und alten Hits. © Schöggl, Lorenz

Ein Abend und zwei Legenden: Bonnie Tyler und Ray Wilson sorgen am historischen Hafen in Wanfried für ausgelassene Stimmung und tosenden Applaus.

Wanfried - Aus der Umgebung, aber auch aus ganz Deutschland – wie ein Ehepaar aus Münster berichtet – sind über 1000 Gäste angereist, um die als „Rockröhre“ bekannte Ikone der 70er/80er und den ehemaligen Frontsänger von „Genesis“ live zu erleben.

Wilson eröffnete den Abend und präsentierte ein Repertoire, das seinesgleichen suchte. Mit erlesenen Songs entführte er in die Welt von Genesis, dessen Frontsänger Phil Collins er 1996/97 ablöst, und seiner Band Stiltskin. Dabei blickte er in alle Jahrzehnte der Bandkarrieren, aber bot auch Solo-Hits und legendäre Covers von Künstlern wie Mike Rutherford und natürlich Phil Collins. Unzählige Zugaben entlockte das Publikum, wobei „Knockin’ on Heaven’s Door“ besonders viel Applaus erntete.

Nach einem kreischenden Empfang kündigte Bonnie Tyler mit „The Best is Yet to Come“ aus ihrem neusten Album an, was das Publikum erwarten kann – und versprach keineswegs zu viel. „Ich liebe Deutschland! Schon bei meinem ersten großen Album hat Deutschland mich herzlich empfangen. Ich komme immer gerne wieder!“, unterstreicht die Ikone ihren persönlichen Bezug.

In der Fortsetzung ihrer Show „Between the Earth And the Stars“ unternahm sie eine Zeitreise quer durch ihre Musikgeschichte und präsentierte Evergreens aus der Vergangenheit, aber auch neue Hits. Highlight war zweifellos „Total Eclipse of the Heart“, das mitsingend und klatschend gefeiert wurde.

„It’s a Heartache“ setzte die Reise in die späten 70er fort. „Ich war immer ein großer Fan von Tina Turner“, berichtet sie und blickt auf die Geschichte des Songs „The Best“, den sie in der originalen Version präsentierte – Turner feierte zwei Jahre nach der Erstveröffentlichung Welterfolge mit dem Song.

Während des Auftritts präsentierte sie Deutschkenntnisse und unterhielt das Publikum, das am Hafen und auf der Brücke die historische, gemütliche Sommer-Atmosphäre genoss. „Man muss Bonnie einfach gesehen haben“, berichten Kristina Siemon und Kristina Heitzenröder, „Sie hat nicht mehr ganz die Ausdauer von früher – aber fast – und sie gibt ihr Bestes!“.

Petra und Frank Dreyer laden seit 2015 Weltstars auf die Bühne nach Wanfried ein. Der ehemalige Besitzer der Disco Porträt, bekannt als „Der Schuppen“, hat viele Kontakte in der Branche und schon Karat und Status Quo gebucht. „Mit zwei Auftritten hintereinander lohnt sich der Abend und der Aufwand für die Gäste und Organisation gleich viel mehr“, berichten sie. Die Besucherzahlen seien noch etwas zurückhaltend, aber das Konzept soll bleiben; nachdem früher Cover-Bands in Wanfried gespielt haben, „wollen wir einfach Originale der Musikgeschichte holen.“ (Lorenz Schöggl)

Weitere Fotos der Konzerte auf werra-rundschau.de

Heizte dem Publikum gut ein: Ray Wilson spielte Songs von Genesis, seiner Band Stiltskin und Solo-Hits.
Heizte dem Publikum gut ein: Ray Wilson spielte Songs von Genesis, seiner Band Stiltskin und Solo-Hits. © Schöggl, Lorenz

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