SPD sucht noch Kandidat

Bürgermeisterwahl in Wanfried: Wilhelm Gebhard tritt wieder an

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Sagt noch nicht Tschüss zum Wanfrieder Rathaus: Wilhelm Gebhard kandidiert am 26. Mai zum dritten Mal für das Amt des Bürgermeisters.

Wanfried – Am 26. Mai wird in Wanfried ein neuer Bürgermeister gewählt. Ein Kandidat steht schon fest. Wilhelm Gebhard will es ein weiteres Mal wissen.

Zum dritten Mal kandidiert der 42-Jährige am 26. Mai für das Amt des Bürgermeisters von Wanfried. Dieses Amt sei kein Job zweiter Wahl, wie Gebhard auf Anfrage unserer Zeitung erklärt.

Vor einem Jahr hatte sich Gebhard CDU-intern um eine Kandidatur als Landtagsabgeordneter beworben und war in der innerparteilichen Abstimmung an Amtsinhaber Dirk Landau gescheitert. „Ich glaube, ich hätte in Wiesbaden für die Region und für Wanfried noch mehr erreichen können. Die Niederlage ist inzwischen aber abgehakt“, sagt Gebhard. Der Zuspruch, den er aus der Wanfrieder Bevölkerung nach der Abstimmung erfahren habe, habe ihn für eine weitere Amtszeit motiviert. „Außerdem möchte ich die positive Entwicklung der Stadt fortführen.“

Es herrsche eine positive Grundstimmung in der Stadt, die er zur Gestaltung nutzen wolle. Das Gesicht von Wanfried werde sich verändern. Eine neue Rettungswache werde gebaut, im Gewerbegebiet gibt es Neuansiedlungen, der Wanfrieder Hof entwickelt sich zum Standort für betreutes Wohnen und an der Elisabeth-Selbert-Schule entsteht ein Schulcampus der beiden Wanfrieder Schulen. Die Grundschule will die Stadt nach deren Umzug zum Kindergarten umbauen, nebenan entsteht ein privates Seminar- und Gästehaus.

Erklärtes Ziel einer weiteren Amtszeit wäre, die Schulden der Stadt weiter zu senken und auch die Steuerlast wieder herunterzuschrauben. „Mithilfe von Landesausgleichsstock, Hessenkasse und Schutzschirm haben wir die Verschuldung zuletzt von knapp 24 auf elf Millionen Euro gesenkt“, blickt Gebhard zurück. Dadurch werde man weniger durch Zins und Tilgung belastet. Dieser Weg soll beibehalten werden, wenn es die Finanzen erlauben, auch Steuern gesenkt werden.

Schlüssel zum Erfolg seien aber Zuzüge und Gewerbeansiedlung. Hier sieht Gebhard seine Arbeit auf einem guten Weg. Im Gewerbegebiet Werraaue wurden alle Grundstücke bis auf eines verkauft. In der Kernstadt gebe es nur noch drei freie Baugrundstücke und auch der Leerstand sei so gut wie behoben. 2017 und im ersten Halbjahr 2018 verzeichnete die Einwohnerstatistik für Wanfried ein Bevölkerungswachstum. Im September wurde Gebhard mit 100 Prozent der Stimmen zum CDU-Kandidaten gekürt.

Die Wanfrieder SPD ist noch auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten. „Wenn wir ihn gefunden haben, streben wir auf jeden Fall an, einen Gegenkandidaten ins Rennen zu schicken“, kündigt Stadtverbandsvorsitzender Frank Susebach auf Anfrage unserer Zeitung an. Am 22. März endet die Vorschlagsfrist.

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