Beleuchtung für Besucher

Die Wasserburg in Aue hat eine neue Beleuchtung bekommen

Hier geht nun das Licht an: Der Weg liegt künftig nicht mehr im Dunkeln. Die Wege um die Wasserburg in Aue sind jetzt beleuchtet.  
 
+
Hier geht nun das Licht an: Der Weg liegt künftig nicht mehr im Dunkeln. Die Wege um die Wasserburg in Aue sind jetzt beleuchtet.  

Rund um die Wasserburg in Aue hat der Heimatverein jetzt Laternen installieren lassen, die den Weg von und zu der Burg beleuchten. 

Aue – „Vorher haben wir uns auf dem Heimweg mit Taschenlampen beholfen“, sagt Gerd Köditz vom Vorstand des Heimatvereins. „Wir haben uns zur Not auch ohne Licht zurechtgefunden“, sagt er und lacht. „Wir waren stallblind.“

Auch Besucher der Burg und des Museums bemerkten die Dunkelheit, besonders im Herbst und Winter, berichtet Köditz. Der 67-Jährige kam ins Grübeln. „Die Burg wird zwar angestrahlt, auf den Wegen ist es aber stockdunkel“, erklärt er. Beleuchtung sollte her. Gesagt, getan. Im Wanfrieder Bürgermeister Wilhelm Gebhard hat der Verein einen Ansprechpartner für das Problem gefunden, sagt Köditz.

Gebhard habe sich mit den Stadtwerken Eschwege in Verbindung gesetzt, die Material zur Verfügung stellten und später die Beleuchtung installierten. Auch Leuchtköpfe hat die Stadt bereitgestellt. Nur Masten habe sie nicht gehabt. Diese hat Bürgermeister Gebhard mithilfe des Elektrizitätswerks Wanfried besorgt. „Die Masten hat die Stadt Wanfried finanziert“, sagt Gebhard. 800 Euro hätten sie gekostet.

Das Material war da, jetzt ging es an die Kabelverlegung. Die Stadt Wanfried hat dafür einen Bagger bereitgestellt, den Benedikt Beckmann aus Aue bediente. Normalerweise arbeitet er auf dem Bauhof in Wanfried. „Er hat für uns privat in seiner Freizeit die Erde ausgebaggert und nach der Kabelverlegung alles wieder zugemacht“, betont Köditz. „Das war richtig Arbeit“, verdeutlicht Robert Köcher vom Heimatverein. Sie loben den ehrenamtlichen Einsatz aller Helfer. „Ich habe das Projekt und das große Engagement des Heimatvereins gerne unterstützt“, sagt Gebhard. Die Wasserburg sei ein wichtiger kultureller und touristischer Ort der Region.

Mit der Beleuchtung hört der Einsatz des Heimatvereins an der Wasserburg aber noch nicht auf. „Wir haben noch viele Baustellen“, sagt Köcher. Zum einen bekommt die ehemalige Küche, die halb offen im Inneren der Burg liegt, eine Überdachung. „Das schützt die Mauerreste und den historischen Ofen des Denkmals vor Verwitterung und man kann bei Feiern auch nach draußen ausweichen“, sagt Hobby-Archäologe Köcher. Tausende Fundstücke seien seit Beginn der Ausgrabung der Burg 2004 gefunden worden. Unter anderem Helme und verzierte Schüsseln aus dem 17. Jahrhundert sind im Museum ausgestellt.

Neben dem Dach wird derzeit ein Kellerraum aufwendig saniert. Dafür reist ein Experte für mittelalterliches Mauerwerk aus Fulda an. „Was das Mauerwerk betrifft, bekommen wir Zuschüsse vom Land“, sagt Köcher. Das Dach muss der Verein selbst finanzieren.

„Corona ist für uns ein großer Einschnitt – auch finanziell“, sagt Köditz. Denn neben Fördergeldern und Spenden ist der Heimatverein auch auf Geld angewiesen, das er selbst erwirtschaftet: durch Führungen, Dorffeiern, Hochzeiten, Mittelalterfeste und Weihnachtsmärkte. „Alles wurde abgesagt“, sagt Köcher. „Wir müssen das Beste draus machen“, sagt Köditz. Aber die beiden sind optimistisch: „Wir hoffen, im Mai wieder einen Musikabend veranstalten zu können.“ (Jessica Sippel)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare