Hilfsbereitschaft in Heldra

Dorf spendet für Brandopfer: 3200 Euro und Sachspenden sind zusammengekommen

Heldra – Durch Heldra ist eine Welle der Hilfsbereitschaft geschwappt. Nach dem Brand in der vergangenen Woche hat das gesamte Dorf Spenden gesammelt.

3200 Euro sind zusammengekommen. Dazu wurden nach einem Aufruf im Internet einige Sachspenden an die Familie übergeben.

Mit einem Mal war alles anders. Am 30. Januar verließ die Familie Drechsler am Morgen komplett das Haus. Als sie am Nachmittag zurückkamen, war nichts mehr so, wie es am Morgen noch war. Vermutlich ein Schornsteinbrand hat dafür gesorgt, dass das Fachwerkhaus in der Ortsmitte von Heldra zurzeit nicht mehr bewohnbar ist. Zum Glück war die vierköpfige Familie mit Kleinkind zum Zeitpunkt des Brandes nicht zu Hause. Nur ein Hund war in der Wohnung, der die Rauchgase nicht überlebte. „Der Schock hat sich langsam gelegt“, sagte Hauseigentümer Edgar Drechsler am Wochenende gegenüber unserer Zeitung.

Dass der Schock ein wenig abgemildert wurde, dafür hat auch die Dorf- und Vereinsgemeinschaft von Heldra gesorgt. In den vergangenen Tagen ist der Heldraer Friedhelm Nolte zusammen mit sieben anderen Freiwilligen durch das Dorf gezogen und hat für die Familie Drechsler gesammelt. Über 2000 Euro sind zusammengekommen. Die fünf Heldraer Vereine (Feuerwehr, Heimatverein, Schützenverein, Sportverein und Gesangverein) sowie die Jagdgenossenschaft haben noch mal jeweils 100 Euro draufgepackt. Von der Maria-Katzer-Stiftung gab es 500 Euro, der Ortsbeirat von Heldra gab 50 Euro und Bürgermeister Wilhelm Gebhard sowie Stadtverordnetenvorsteherin Jutta Niklass rundeten auf. „Wir sind sprachlos aufgrund der großen Hilfsbereitschaft“, richtete Edgar Drechsler Worte des Dankes an die Helfer. „Es ist toll, dass sich die Heldraer Dorfgemeinschaft solidarisch erklärt hat und hilft, wenn andere in Not sind“, sagte Gebhard.

Die Familie Drechsler ist zunächst bei Verwandten untergekommen. Für die Übergangszeit hat Dirk Luhn der Familie eine Wohnung in Heldra zur Verfügung gestellt. Dort fehlt es noch an fast allem. Wie hoch der Schaden tatsächlich ist und ob das unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhaus noch zu retten ist, wird in den nächsten Tagen ein Gutachter klären. 

Diese Gegenstände werden noch gesucht

Küche, Kühlschrank, Wäscheständer, Babybett, Matratzen, Kleiderschränke, Esstisch und Stühle, Sideboard, Regale, Garderobe, Couchgarnitur, Couchtisch, Lampen, Waschmaschine, Fernseher, Kaffeemaschine, Wasserkocher. Nachrichten an David Drechsler.

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