Ein Schutzmann vor Ort: Kommunen unterstützen Wanfrieder Vorstoß

Werra-Meißner. Die Kommunen im Werra-Meißner-Kreis wünschen sich einen Schutzmann vor Ort. Damit reagieren sie auf einen Vorstoß der Stadt Wanfried, die bei Innenminister Peter Beuth vorstellig wurde.

 „Mit einem Schutzmann vor Ort würde die Präsenz der Polizei vor Ort deutlich steigen und gleichzeitig das Vertrauensverhältnis zwischen Polizei und Bürgern weiter wachsen“, schreibt Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard (CDU) in einem Brief an den Innenminister.

Zurzeit verfügt die Polizeidirektion Werra-Meißner nicht über Personalressourcen, um den Kommunen einen Schutzmann vor Ort zur Verfügung zu stellen. „Alle Kommunen haben aber einen permanenten Ansprechpartner“, sagt der Leiter der Polizeidirektion, Thomas Beck. Den Schutzmann vor Ort sieht auch Beck als probates Mittel, um Bürgernähe zu zeigen.

Das Wanfrieder Nachhaken kommt mit Blick auf die Personalausweitung der hessischen Polizei. Der Großteil der Bürgermeister aus dem Kreisgebiet unterstützt die Wanfrieder Forderung. „Ein Polizeibeamter vor Ort würde schon manches Problem lösen“, sagt Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld (parteilos). Die Kommunen im Kreis sollten seiner Meinung nach gemeinsam die Forderung aufmachen und „schauen, was Wiesbaden für Nordhessen zur Verfügung stellen kann“. 

„Selbst wenn im Ergebnis mehrere Kommunen zusammengefasst werden, wäre es eine Verbesserung“, sagt Berkatals Bürgermeister Friedel Lenze (SPD). Bad Sooden-Allendorf ist die einzige Kommune im Kreis, die bereits über einen solchen Schutzmann vor Ort verfügt. „Allerdings nur zu eingeschränkten Dienstzeiten“, bedauert Bürgermeister Frank Hix (CDU). Doch auch die Städte mit noch vorhandenen Polizeistationen wie Witzenhausen oder Sontra sprechen sich für das Modell des Schutzmannes aus. Denn: „Leider lässt es zurzeit der Personalstamm der Polizei nicht zu, deutlicher präsent zu sein“, sagt Thomas Eckhardt (Sontra/SPD). 

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