Waldfriedhof bei Altenburschla ist noch nicht gestorben

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Hält an ihrem Plan fest: Urte Bötel möchte den von ihr angestrebten Bestattungswald in Altenburschla auch nach einem ersten Scheitern nicht aufgeben. 

Altenburschla – Urte Bötel hat am vergangenen Samstag zur Besichtigung des für die Nutzung als Bestattungswald angedachten Waldstücks eingeladen.

Knapp 20 Interessierte – darunter auch Vertreter von CDU und SPD – haben sich am Rastplatz unter dem Johanneskopf eingefunden, um die Fläche der von Bötel angestrebten neuen Begräbnisstätte in Augenschein zu nehmen.

Trotz des Scheiterns des Projekts Waldfriedhof in der Wanfrieder Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Jahr bleibt Bötel beharrlich: „Wenn die Jahresfrist abgelaufen ist und die Stadtverordnetenversammlung sich erneut mit dem Thema beschäftigen kann, werde ich mein Anliegen auch wieder in Bearbeitung geben“, bekräftigte sie. Mit einem überarbeiteten Businessplan will die Diplom-Agraringenieurin dann überzeugen.

Die im Wandlungsprozess befindliche Bestattungskultur der Menschen stimmt Bötel, was den Erfolg des Bestattungswaldes angeht, zuversichtlich. Schließlich verringere sich bei einem Grab auf einem Waldfriedhof der Aufwand für die Hinterbliebenen. 

Bestattungsbäume mit QR-Codes

Auch für regionale Betriebe sieht Bötel lohnende Synergieeffekte. Zusätzlich bewirbt sie den geplanten Bestattungswald als technisch innovativ: „Wir möchten die Bestattungsbäume neben einer dezenten Plaketten-Inschrift auf Wunsch auch mit QR-Codes ausstatten. 

Beim Scannen des Codes sollen Informationen und Bilder, die der Verstorbene und seine Angehörigen im Vorfeld festgelegt haben, abgerufen werden können.“

Mit dem Sammeln von Unterschriften will Bötel die Bevölkerung mobilisieren, um den geplanten Bestattungswald Wirklichkeit werden zu lassen.  

Von Niklas Schein

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