Erdbeeren, so weit das Auge reicht: Ernte startete dieses Jahr früher

+
Hubert Iffert ist mit der Erdbeerernte in diesem Jahr sehr zufrieden, seine Pflanzen haben seit über 20 Jahren nicht mehr so viele Früchte wie in diesem Jahr getragen.

Aue/Wichmannshausen. Erdbeeren, so weit das Auge reicht. In diesem Jahr tragen die kleinen Pflänzchen besonders viele Früchte und sind damit so früh dran, wie schon lange nicht mehr. Auf vielen Feldern im Werra-Meißner-Kreis kann man aktuell seine Erdbeeren selber pflücken.

So auch bei Familie Kanngießer in Aue: Auf zwei Hektar hat Volker Kanngießer acht verschiedene Sorten der Nussfrucht im Anbau. Seit dem 22. Mai, ganze elf Tage früher als im vergangenen Jahr, kann man hier im Feld selbst aktiv werden. „Wir sind sehr zufrieden mit der Ernte, haben aber zu Beginn auch einige Verluste gehabt, da unsere Erdbeeren ohne Pflanzenschutzmittel auskommen und erst große Mengen an Regen und dann die Hitze einige Probleme bereitet haben“, erklärt Volker Kanngießer.

Fleißig am pflücken: Maria Baier aus Wanfried war mit ihrer Oma Maria-Luise Kehl aus Jena auf dem Feld von Volker Kanngießer.

Sehr zufrieden mit der Ernte zeigt sich auch Hubert Iffert, der sein Erdbeerfeld auf eineinhalb Hektar seit über 40 Jahren am Radweg zwischen Wichmannshausen und Sontra betreibt: „So voll behangen waren unsere Pflanzen seit über 20 Jahren nicht mehr“, sagt Iffert begeistert. Seit Pfingstsamstag dürfen hier die Selbstpflücker aufs Feld. Die meisten Pflücker kommen gleich mit vielen großen Eimern, um daraus ihre eigene Marmelade zu kochen. 1,80 Euro pro Kilo muss man auf dem Feld von Familie Iffert für die Erdbeeren bezahlen, wer sich die Arbeit sparen möchte, kann für drei Euro ein Kilo Erdbeeren kaufen.

Bei Volker Kanngießer kostet das Kilo zwei Euro für Selbstpflücker und vier Euro für bereits gepflückte Früchte. „Uns ist es sehr wichtig, dass wir auf Spitzmittel verzichten. Wir haben viele Stammkunden, die darauf großen Wert legen und unsere Erdbeeren sind auch für Allergiker geeignet“, erklärt Kanngießer seinen Preis. Auch für die Erdbeeren von Hubert Iffert kommen die Pflücker aus dem ganzen Kreis und darüberhinaus. „Unsere Erdbeeren wurden gerade erst vom Veterinäramt überprüft und wurden für sehr gut befunden“, erklärt Iffert.

Zwei bis drei Wochen wird die Erdbeer-Ernte noch andauern. „Es liegt hauptsächlich am Wetter“, sagt Iffert. Es dürfe nicht zu heiß, aber auch nicht zu nass sein. Geöffnet sind die Felder an sieben Tagen die Woche ab morgens um 8 Uhr.

Von Sonja Berg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare