Neue Schlagd-Pächterin: "Der erste Eindruck zählt"

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Ankert am Hafen: Petra Dreyer ist die neue Pächterin der Schlagd-Gaststätte am Hafen in Wanfried. Foto: Stück

Wanfried. Petra Dreyer ist die neue Pächterin der Schlagd-Gaststätte in Wanfried. Sie stammt aus Hitzerode und will die das Ausflugslokal am 1. Mai wiedereröffnen. Es soll keine Schnellschuss-Eröffnung geben.

Petra Dreyer will nichts überstürzen. Wichtig sei der erste Eindruck. Der zähle bei den Gästen und werde durch Empfehlungen weitergegeben. Deswegen wird Ostern noch nicht eröffnet. „Wir wollen gut vorbereitet sein“, sagt sie. Der 1. Mai ist das Ziel der Gastronomin zu eröffnen. Bis dahin muss die Gaststätte erstmal aus dem Winterschlaf geweckt werden.

Petra Dreyer hat über 30 Jahre Erfahrung in der Gastronomie gesammelt. In den vergangenen vier Jahren hat sie sich auf ihren erlernten Beruf als Erzieherin konzentriert, nebenbei aber immer nach einem geeigneten Objekt gesucht. „Viele Gastronomiebetriebe, die auf dem Markt angeboten werden, sind mit hohen Investitionskosten verbunden“, sagt sie. Über die Werra-Rundschau ist sie auf die Immobilie an der Werra aufmerksam geworden. Hier bestehe kein Investitionsstau, die Kosten seien überschaubar. „Das ist ein herrlicher Fleck, ideal für Ausflüge mit einer urgemütlichen Gaststätte und einem außergewöhnlichen Saal - genau mein Stil.“

Die Priorität soll in Zukunft auf der Ausflugsgaststätte liegen. Eine kleine Karte, schneller Service sollen die Gäste überzeugen. „Touristen und Ausflugsgäste bleiben nicht lange und wollen nicht mit vollem Bauch weiterreisen“, hat sie die Erfahrung gelehrt. Deswegen wird die Karte viel Frisches und Regionales bereithalten. Salate, Ofenkartoffeln, eine Vesperplatte oder auch ein Schnitzel sind Beispiele. Kaffee und Kuchen haben in der Vergangenheit einen Großteil der verkauften Essen ausgemacht. Hier sucht die neue Pächterin noch einen regionalen Bäcker.

Für die Geschwindigkeit im Service wird ein neues Kassensystem angeschafft, das Wege auf der großen Fläche spart. „Eine Servicekraft nimmt ausschließlich Bestellungen auf, die andere bringt Speisen und Getränke zu den Gästen“, erklärt Petra Dreyer das wirkungsvolle System. Ein Großteil des Servicepersonals, das im Freiluft-Geschäft flexibel und zuverlässig sein muss, hat die Pächterin schon in der Hinterhand. Einen Koch sucht sie jetzt noch.

Verpächter Ernst-Wilhelm Kalden ist zufrieden mit seiner Wahl. „Man merkt, dass hier Profis am Werk sind“, sagt er. Die Mitglieder des Hafenvereins konzentrieren ihre Arbeit jetzt darauf, das Lokal so schnell wie möglich zum Laufen zu bringen. Die Wisera wird in diesem Jahr erst im Mai zu Wasser gelassen.

Von Tobias Stück

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