„Feuer löscht sich nicht von selbst“

Neue Jugendwarte wollen bei der Wanfrieder Wehr den Nachwuchs fördern

Männer in blauen Anzügen stehen vor einem roten Feuerwehrauto. Die Männer halten Abstand zueinander und schauen in die Kamera. Sie haben alle die Hände verschränkt.
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Die drei neuen Amtsträger in der Wanfrieder Wehr: (vorne von links) André Langelotz und Martin Glaser (Jugendfeuerwehrwarte Wanfried) und Oliver Fehrmann (Stadtjugendfeuerwehrwart). Hinten von links: Bürgermeister Wilhelm Gebhard, Thomas Herzog (stellv. Stadtjugendfeuerwehrwart), Benjamin Kleinpeter (stellv. Stadtbrandinspektor) und Benedikt Beckmann (Stadtbrandinspektor).

In Wanfried hat der Feuerwehrnachwuchs eine hohe Priorität, das Ehrenamt wird großgeschrieben. Dafür wollen sich auch die beiden neuen Jugendwarte der Kernstadtfeuerwehr einsetzen.

Wanfried – André Langelotz und Martin Glaser sind die neuen Jugendwarte der Kernstadtfeuerwehr. Wie der neue Stadtjugendfeuerwehrwart Oliver Fehrmann wollen sie sich für das Ehrenamt einsetzen. Zu Beginn dieses Monats haben sie ihr Amt übernommen. In Wanfried tragen der 28 Jahre alte Langelotz und der 30-jährige Glaser nun Verantwortung für neun Jugendliche, Fehrmann behält gemeinsam mit seinem Stellvertreter Thomas Herzog die Jugendförderung der Kernstadt und aller Stadtteile im Überblick. Die Nachwuchsförderung ist allen ein großes Anliegen. „Feuer löscht sich nicht von alleine“, bringt es André Langelotz auf den Punkt, der seit 2009 in der Feuerwehr aktiv ist. Wenn Ältere aus dem aktiven Dienst ausscheiden, muss es auch Nachwuchs geben, der nachrücken kann, ergänzt Glaser. Sonst gibt es irgendwann auch keine Freiwillige Feuerwehr mehr, eine Pflichtfeuerwehr wäre die Konsequenz, erklärt Fehrmann. „Deshalb ist die Kinder- und Jugendarbeit das Fundament jeder aktiven Einsatzabteilung“, sagt der Stadtjugendfeuerwehrwart.

Freizeit bei der Feuerwehr

Doch nicht nur die Feuerwehr profitiert von engagiertem Nachwuchs. Das Ehrenamt bietet den Kindern, Jugendlichen und allen Mitgliedern Kameradschaft, Zusammenhalt, fördert das Pflichtbewusstsein und selbstständiges Arbeiten, sagen sie. Vor allem ist es eine schöne und abwechslungsreiche Freizeitgestaltung, findet Fehrmann, der schon als Jugendlicher in der Feuerwehr war.

Besonders wichtig sei bei der Kinder- und Jugendarbeit aber, sich nicht auf die Jugendfeuerwehr zu konzentrieren, sondern früher anzusetzen. Deshalb gibt es unter anderem in Wanfried und Aue auch eine Kinderfeuerwehr, bei der Kinder ab sechs Jahren einsteigen können. Ab zehn Jahren können sie dann in die Jugendfeuerwehr wechseln. „Der Zeitraum bis zehn Jahren hat uns immer gefehlt. Oft haben sich die Kinder dann bereits in anderen Vereinen engagiert, zum Beispiel im Sportverein“, sagt Fehrmann. Mit der Kinderfeuerwehr könne man aber auch den Jüngeren ein Angebot machen und sie für die Feuerwehr begeistern.

Ehrenamt in die Wiege gelegt

Das Engagement in der Feuerwehr sei vielen in die Wiege gelegt, weiß Stadtbrandinspektor Benedikt Beckmann aus Erfahrung. Besonders in Familien, in denen schon die Eltern Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind, interessieren sich auch die Kinder für das Ehrenamt. Auch der Freundeskreis eines Kindes habe großen Einfluss. Die Anzahl der Quereinsteiger, die ohne eine Laufbahn in der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung kommen, liege im einstelligen Prozentbereich, weiß Beckmann. Daher lege man ein so großes Augenmerk auf die Kinder- und Jugendarbeit.

In Aue und der Kernstadt sei die Feuerwehr, was die Jugendarbeit betrifft, stark aufgestellt. „Wir bemühen uns nun, auch die anderen Ortsteile für die Jugendarbeit zu gewinnen“, sagt Fehrmann. Jessica Sippel

Kontakt bei Interesse an der Kinder- und Jugendfeuerwehr: oliverfehrmann.feuerwehr-wanfried@web.de

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