Firma Wandt investiert 3,2 Millionen Euro in neuen Standort in Wanfried

Die Wandt Werkzeug- und Maschinenbau GmbH investiert 3,2 Millionen Euro in den Bau einer neuen Produktionsstätte im Gewerbegebiet von Wanfried.

Mit dem obligatorischen Spatenstich wurde am Mittwoch das Projekt in Angriff genommen, das nicht alltäglich ist. Nicht alltäglich, „weil produzierendes Gewerbe anzuziehen heute eine Seltenheit ist“, wie Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard erklärte. Der Bau soll im nächsten Herbst fertig sein. In einem Jahr will die Familie Wandt hier ihre Produktion aufnehmen und etwa 30 Menschen beschäftigen. Zurzeit werden dafür noch Fachkräfte gesucht. 

Vollack-Geschäftsführer Frank Bornemann hatte einen Survival-Eimer für Eigentümerfamilie Wandt zum Spatenstich mitgebracht. Darin: Blumen für Geschäftsführerin Cornelia Wandt, eine Maurerkelle für die Eigenleistungen, die Thomas Wandt angekündigt hatte, Bier für jeden errichteten Stein für Florian Wandt und Baldrian für die Nerven von Martin Wandt. Dass die Beruhigungstropfen aber nur für den absoluten Stress-Notfall sein sollen, davon sind beim Spatenstich alle ausgegangen. Wandt Werkzeug- und Maschinenbau wird mit dem Neubau im Gewerbegebiet Werraaue in Wanfried seine Produktionsstätte von Treffurt nach Wanfried verlegen. In Treffurt gab es keine Erweiterungsmöglichkeiten für das stetig wachsende Unternehmen – der Betrieb in Thüringen wird aber erstmal weiterlaufen. Die neue Produktionsstätte der Firma für Laserschneiden, Maschinenbau sowie Metallbearbeitung wird auf einer Fläche von rund 2200 Quadratmetern aus einer Produktions- und Lagerhalle sowie einem vorgelagerten Büro-, Besprechungs- und Sozialbereich bestehen. Kosten: 3,2 Millionen Euro. Grund der Zusammenführung der beiden bisherigen Standorte auf dem neu erworbenen Grundstück in Wanfried ist die wachsende Kundennachfrage. Der Neubau ermöglicht jetzt effizientere Arbeitsabläufe. Die Basis für die Gebäudekonzeption bildete eine gemeinsame Besprechung mit der Thüringer Einheit der Vollack Gruppe. Hierin definierte die Familie Wandt die Anforderungen, die von Vollack in ein Konzept umgesetzt und noch optimiert wurden. Thomas Wandt zeigte sich beim Spatenstich zufrieden: „Visionen, Gedanken und Wünsche sind im Vorfeld in Zeichnungen, Tabellen und Animationen geflossen. Dann wurden sie in Pläne verwandelt, die nun von der digitalen in die analoge Welt überführt werden.“ Mit Produktionsbeginn in einem Jahr wird sich das Familienunternehmen für die zweite Generation aufgestellt, die Stadt Wanfried einen lang gehegten Wunsch erfüllt haben. „Produzierendes Gewerbe heranzuholen war immer unser vorrangiges Ziel“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard über die Neuansiedlung. Das Gewerbegebeit Werraaue ist indes bis auf ein Grundstück ausgelastet. Ein Vorranggebiet befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite. „Ich hoffe, dass Mut und Risikobereitschaft der Familie Wandt hier Nachahmer finden“, sagte Gebhard.

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