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Feuerwehren aus Hessen und Thüringen fusionieren

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Von: Theresa Lippe

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Die Orte Heldra, Altenburschla und Großburschla wollen eine länderübergreifende Bereichsfeuerwehr gründen– die erste im Landkreis.
Die Orte Heldra, Altenburschla und Großburschla wollen eine länderübergreifende Bereichsfeuerwehr gründen– die erste im Landkreis. © philipp von ditfurth/dpa bildfunk

FRAGEN UND ANTWORTEN zu der geplanten Fusion der Feuerwehren aus Heldra, Altenburschla und Großburschla.

Wanfried/Treffurt – „Das ist ein Leuchtturmprojekt für die Zukunftsfähigkeit unserer Feuerwehr“, sagt Jutta Niklass (CDU Wanfried). Zwei Wanfrieder Wehren wollen sich mit ihren Nachbarn aus Thüringen zu einer länderübergreifenden gemeinsamen Feuerwehr zusammenschließen. Beide Städte haben nun einem Prüfauftrag zugestimmt.

Welche Orte wären Teil der neuen Bereichsfeuerwehr?

Bereits im November hat das Wanfrieder Parlament beschlossen, dass die Ortsfeuerwehren Heldra und Altenburschla zu einer Bereichsfeuerwehr zusammengelegt werden und ein gemeinsames, neues Feuerwehrgerätehaus bekommen. Nun haben sich auch die thüringischen Nachbarn aus dem Treffurter Stadtteil Großburschla dafür ausgesprochen, Teil dieser Bereichsfeuerwehr zu werden. Damit würden sie die erste, länderübergreifende Feuerwehr im Werra-Meißner-Kreis gründen.

Was bedeutet das für die Zusammenarbeit?

„Die Ortsvereine der drei Wehren werden aufgelöst und ein neuer Verein in Wanfried gegründet“, erklärt Treffurts Bürgermeister Michael Reinz. Somit wäre es eine rein hessische Wehr, die allerdings auch nach Thüringen ausrückt.

Wie viele Einsatzkräfte hätte die neue Wehr?

„25 Feuerwehrleute aus den Wanfrieder Wehren, 13 aus Heldra und 12 aus Altenburschla, wären Teil der gemeinsamen Bereichsfeuerwehr“, erklärt Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Reinz ergänzt: „Aus Großburschla sind es 14 Einsatzkräfte plus mehr als 20 Kinder und Jugendliche.“ Alle wären Teil der neu gegründeten Wehr.

Wo soll das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut werden?

Das gemeinsame Feuerwehrhaus wird in der Heldraer Siedlung „Bahnhof Großburschla“ gebaut und wird somit auf der hessischen Seite der Landesgrenze stehen. Der Standort ist mittig zwischen den zwei alten Wanfrieder Feuerwehrhäusern und nur zirka 1,5 Kilometern vom aktuellen Haus der Großburschlaer Wehr entfernt und sei somit für alle gut zu erreichen.

Wie geht es bei diesem Projekt jetzt weiter?

Nachdem beide Parlamente und die drei Einsatzabteilungen grünes Licht gegeben haben, kann weiter geplant werden. Da der aktuelle Bedarfs- und Kostenplan plus Risikoanalyse nur für den Zusammenschluss der beiden Wanfrieder Wehren erstellt wurde, muss dies nun aufgefrischt werden. „Mit drei Wehren, länderübergreifend, wird es ein erhöhtes Anforderungsprofil geben“, erklärt Wanfrieds Bürgermeister Wilhem Gebhard. Reinz: „Es muss beispielsweise auch geprüft werden, ob die dann komplett hessische Wehr thüringische Fördermittel erhalten kann.“ Sowohl im Wanfrieder als auch im Treffurter Parlament haben sich alle Fraktionen einheitlich für den Zusammenschluss der Wehren ausgesprochen. Und noch viel wichtiger: Die Einsatzkräfte aller drei Wehren sind ebenfalls mit großer Mehrheit für den Zusammenschluss. (Theresa Lippe)

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