Sechs Ziele formuliert

In Wanfried hat sich eine Friedensfabrik gegründet

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Vor der Friedensfabrik: Eunice und Wolfgang Lieberknecht bauen die ehemalige Polstermöbel- und Matratzenfabrik seines Vaters in ein Zentrum der Initiative um. 

Der Wanfrieder Friedensaktivist Wolfgang Lieberknecht hat eine sogenannte Friedensfabrik gegründet. Menschen aus aller Welt wollen sich vernetzen, damit nie wieder Krieg entsteht.

Nicht nur aus Eschwege, Eisenach, Assbach und Kassel, sondern auch aus Düren, Goch und Menden, kamen jetzt Menschen zu einem ersten Treffen in die neu gegründete Friedensfabrik nach Wanfried. Der Wanfrieder Friedensaktivist Wolfgang Lieberknecht will zusammen mit der Initiative Black&White in Wanfried eine sogenannte Friedensfabrik aufbauen. Dabei haben sich die Teilnehmer rund um den Organisator Wolfgang Lieberknecht erstmal auf sechs Ziele geeinigt.

1. Mit der Friedensfabrik Wanfried wollen sie einen Ort schaffen, an dem sich Menschen, die sich für Frieden engagieren, besser vernetzen können. Dabei geht es nicht nur um Abrüstung und Sicherheitspolitik, sondern auch um gewaltfreie Konfliktlösungen.

2. Sie wollen die regionale, bundesweite und internationale Vernetzung fördern. Lieberknechts Traum sei es, Menschen aus den USA, Russland, China und Europa zusammenzubringen, um einen Krieg zwischen den Weltmächten zu verhindern. „Die Vernetzung von unten ist das Entscheidende“, sagt er.

3. Sie bilden einen Verein Friedensfabrik Wanfried. Er wird die Gebäude der ehemaligen Polstermöbelfabrik, die Lieberknecht geerbt hat, sinnvoll nutzen.

4. Sie wollen dazu Workshops anbieten, freundliche und günstige Veranstaltungsräume herrichten und als Friedensfabrik auch gemeinsame Nachrichtenarbeit und Bildungsarbeit leisten.

5. Willkommen im Team zum Aufbau der Organisation der Friedensfabrik sind alle, die sich an der Vernetzung für die weltweite Durchsetzung der Ziele der Uno-Charta und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte mit friedlichen Mitteln engagieren.

6. Das nächste Treffen zum Aufbau der Friedensfabrik findet vom 27. März (abends) bis zum 29. März statt. Wieder lädt Wolfgang Lieberknecht in die ehemalige Polstermöbelfabrik in Wanfried, Bahnhofstr. 15, ein. Menschen aus allen Staaten dieser Erde sind am Samstag, 23. Mai, zu einem Friedensspaziergang nach Wanfried und Treffurt eingeladen. Von dort wollen die Teilnehmer über die Grenze zu einer gemeinsamen Kundgebung auf der früheren Grenze zwischen Ost und West ziehen. Dabei soll besonders an den russischen Reformer Michail Gorbatschow erinnert werden.

Der Wanfrieder Wolfgang Lieberknecht (67) hatte als junger Mann die Übernahme der Polstermöbelfabrik seiner Familie abgelehnt. „Wenige Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg und zu Zeiten des Vietnamkriegs habe ich wichtigere Aufgaben gesehen“, sagt Lieberknecht gegenüber unserer Zeitung. Seit über 50 Jahren versucht er, zum Aufbau einer Welt ohne Krieg beizutragen. Inzwischen hat er die leer stehenden Fabrikgebäude geerbt und will sie mit Menschen, die für die gleichen Ziele eintreten, nutzen. Das Projekt soll eine gemeinnützige Einrichtung werden, getragen von einem starken Team

Anmeldung: Büro der Initiative Friedensfabrik Wanfried unter 0 56 55/ 92 49 81 oder 0176/43 77 33 28 oder per E-Mail unter friedensfabrikwanfried@web.de.

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