Standort wird zur Dauerlösung

Fünf Gründe, warum der Neubau der DRK-Rettungswache in Wanfried eine gute Idee ist

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So soll es aussehen: Die neue Rettungswache an der Mühlhäuser Straße bietet Platz für drei Fahrzeuge, Sanitär- und Sozialräume und im Obergeschoss für einen Schulungsraum des DRK-Ortsvereins Wanfried.

Wanfried – Für den Neubau der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Wanfried wurde ein Standort gefunden.

Zwischen der katholischen Kirche St. Nikolaus und der Ringstraße wird ab Juni der Neubau errichtet. Die angemieteten Räume in der Ringstraße waren für die vollwertige Rettungsstation nicht mehr geeignet. Wir haben die Gründe zusammengefasst:

1.Der Standort wird gebraucht: Die Rettungswache des Eschweger DRK-Kreisverbands ist seit 2016 in Wanfried ansässig. Das Rote Kreuz hatte damit auf die Forderung des Werra-Meißner-Kreises reagiert, eine Station in Wanfried einzurichten, um die Hilfsfristen, die im Werra-Meißner-Kreis bei zehn Minuten liegen, einhalten zu können. Für die Behelfswache, die anfangs von 7 bis 23 Uhr besetzt war, wurden Räume angemietet. Seit Juli ist der Standort eine vollwertige 24-Stunden-Rettungswache. Deswegen müssen neue Räume her.

Am neuen Standort: Vorstandsvorsitzender Wendelin Teister und Kreisgeschäftsführer Thomas Wuth (vorne von links) präsentieren die Pläne (hinten von links) der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Theresina Albert, Bürgermeister Wilhelm Gebhard und der Pfarrgemeinde St. Nikolaus mit Peter Feußner, Gabriele Burhenne, Klaus Kremmer, Robert Köcher, Diakon Stefan Schäfer und Heidi Eisenberg.

2.Der Neubau ist nötig geworden: Rund 1,4 Millionen Euro werden für die Rettungswache in die Hand genommen. Das Grundstück hat die katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus aus Wanfried zur Verfügung gestellt. Auf 650 Quadratmetern Nutzfläche entstehen ein Aufenthalts- und Verwaltungsraum, Ruheräume, Umkleiden, Waschräume, Toiletten und Parkplätze. Nach DIN-Verordnung muss eine Dekontaminationsschleuse eingerichtet werden. Durch einen Schulungsraum wird Wanfried auch zur Lehr-Rettungswache des DRK Eschwege. Im Garagenteil ist Platz für drei Fahrzeuge und ein medizinisches Lager.

3.Die Hilfsfrist wird verbessert: Seit der Einführung der Rettungswache in Wanfried sind die Einsatzzahlen kontinuierlich gestiegen. 525-mal rücken die Sanitäter pro Jahr von Wanfried aus. „Die Hilfsfrist hat sich dadurch statistisch signifikant verbessert“, berichtet Kreisgeschäftsführer Thomas Wuth. Der neue Standort liegt verkehrsgünstig in alle Richtungen. Etwa die Hälfte der 525 Einsätze würden mit Sonderrechten gefahren werden – das bedeutet, dass Blaulicht oder Martinshorn eingesetzt werden.

4.Das Sicherheitsgefühl wächst: Am Standort Wanfried sind rund um die Uhr zwei Rettungssanitäter und ein Rettungswagen stationiert. Die Besatzung rekrutiert sich aus den 40 Angestellten und neun Auszubildenden, die beim DRK-Kreisverband Eschwege angestellt sind. „Wir sind sehr glücklich über die Rettungswache in Wanfried, weil sie in der Bevölkerung für ein höheres Sicherheitsgefühl sorgt“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard.

5.Der Ortsverein profitiert: Im Obergeschoss wird der DRK-Ortsverein Wanfried einziehen, der zum Jahresende sein bisheriges Domizil im Keudell’schen Schloss verlässt. Die 22 Aktiven halten dienstags ihre Übungsabende ab. Außerdem wird sich am Montagabend das Jugendrotkreuz Wanfried treffen. Der Ortsverein wird hier auch seine beiden Fahrzeuge für den Katastrophenschutz unterbringen.

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