Erste Details sind bekannt

30 Jahre Grenzöffnung: Feier mit Gottesdienst, Familienfest und Discoparty

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Mit einem Fuß in Hessen, mit dem anderen in Thüringen: Da, wo bis vor 30 Jahren der Eiserne Vorhang Deutschland teilte, werben jetzt die Bürgermeister (von links) Andreas Henning, Martin Kozber, Thomas Mäurer, Wilhelm Gebhard und Michael Reinz für die zentrale Gedenkveranstaltung im thüringischen Großburschla (Hintergrund) und Bahnhof Großburschla.

Weißenborn/Wanfried – Nachdem Hessen und Thüringen bestätigt haben, dass die zentrale Gedenkveranstaltung zur Grenzöffnung vor 30 Jahren am Samstag, 9. November, in Großburschla (Thüringen) und Bahnhof Großburschla (Wanfried) stattfinden wird, werden jetzt erste Details bekannt.

Demnach sind ein Gottesdienst, ein Familienfest und am Abend eine Discoparty geplant.

Die Bürgermeister Martin Kozber (Geismar, Landkreis Eichsfeld), Andreas Henning (Südeichsfeld, Unstrut-Hainich-Kreis), Wilhelm Gebhard (Wanfried), Thomas Mäurer (Weißenborn) und Michael Reinz (Treffurt, Wartburgkreis) haben sich jetzt mit Abgesandten der beiden Länder zu ersten Besprechungen nach der Entscheidung getroffen.

Familientag

Der Gedenktag soll mit einem Gottesdienst starten. In der Kirche von Großburschla wird es eine Andacht geben. Anschließend ziehen alle über die Brücke der Einheit vom thüringischen Großburschla in das hessische Bahnhof Großburschla, wo ein extragroßes Festzelt aufgebaut wird. Hier findet der Familientag statt, wo zwischen 6000 und 8000 Besucher erwartet werden.

Am Abend steigt an gleicher Stelle auch eine große Discoparty, die voraussichtlich von den Radiosendern FFH und Antenne Thüringen veranstaltet wird.

Die Stadt Treffurt, die Landgemeinde Südeichsfeld und die Gemeinde Geismar sowie die Stadt Wanfried und die Gemeinde Weißenborn hatten sich Mitte letzten Jahres in einem persönlichen Brief an die beiden Ministerpräsidenten Volker Bouffier und Bodo Ramelow gewandt und den Vorschlag unterbreitet, die Jubiläumsveranstaltung bei Großburschla auszurichten.

Seit November gab es bereits intensive Gespräche mit den Protokollabteilungen der beiden Staatskanzleien in Erfurt und Wiesbaden, die sich ein Bild von der Lage und der Situation vor Ort gemacht haben. Ende Februar trafen die offiziellen Zusagen der beiden Ministerpräsidenten ein.

Bereits vor fünf Jahren haben die beiden Bundesländer eine zentrale Gedenk– und Festveranstaltung gemeinsam ausgerichtet. Diese fand damals zwischen Vacha (Thüringen) und Philippsthal (Hessen) statt.

Fotos gesucht

Während der 9. November ganz im Zeichen der beiden Bundesländer stehen wird, planen die fünf Städte und Gemeinden derzeit auch noch Programmpunkte am Freitagabend sowie am Sonntag. Für eine Bilderausstellung suchen die Verwaltungen noch Fotos aus den Tagen der Grenzöffnung. Wer Impressionen aus dem November 1989 zur Verfügung stellen möchte, wendet sich an buergermeister@wanfried.de oder info@gemeinde-weissenborn.de.

Eschwege plant Bürgerfest am 9. November

Der Magistrat der Kreisstadt Eschwege arbeitet zurzeit ebenfalls ein Konzept für die Feierlichkeiten zum dreißigjährigen Bestehen der Grenzöffnung aus. Die Menschen sollen beim Bürgerfest im Mittelpunkt stehen. Nach dem Antrag der drei Fraktionen CDU, FWG und FDP sollen auch der Städtepartnerschaftsverein sowie die Partnerstadt Mühlhausen bei den Vorbereitungen und der Veranstaltung mitwirken. Die Schulen sollen ebenfalls eingeladen werden, sich an der Planung und am Fest selbst zu beteiligen. 

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